Surfskate Guide

Ultimativer Surfskate Guide: Kaufratgeber & Tipps 2022

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Wenn Du Surfer bist, gehört ein Surfskate in deinen Maschinenraum. Surfskates sind das effektivste Trainingsgerät, um außerhalb des Wassers Bewegungsabläufe zu trainieren. Die Wiederholungsmöglichkeit macht’s! In diesem Text geht es um die Unterschiede zwischen Brands und Bauweisen, Du findest Tipps zum Training mit dem Surfskate, unseren laufend erweiterten Test der beliebtesten Modelle und unsere Kaufempfehlungen.

Titelfoto: Training von surfandskate.de, David Brück für milchpus.de

Hintergrundwissen: Lass die Infos rollen!

Skateboard / Longboard mit spezieller Achse
Überraschend “echtes” Surf-Feeling
Sehr gutes Trainingsgerät für Surfer
Gut für Landlocked-Surfer
Ideal auch auf dem Surftrip
Unsere Empfehlungen für → Anfänger // → Intermediates // → Profis
Für kurze Zeit!
Surfskate im Test: Das Curfboard

Curfboard Aktion

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Wie Du das richtige Board findest? Letztlich kein Hexenwerk: Einsatzgebiet Achssystem Größe Budget Bestellen. Ein Tipp: Bestell (wenn möglich) beim Hersteller. Da hast Du eine viel größere Auswahl und kannst das exakt richtige Board kaufen. Und Du unterstützt den Hersteller, weil vom Umsatz mehr bei ihm ankommt. Achtung: Wenn Tests nur Amazon-Produkte listen, dann kannst Du den “Test” vergessen.

Was ist eigentlich ein Surfskate oder Surf Skateboard?

Vielleicht sollten wir erstmal einen Blick über die Schulter werfen. Was ist eigentlich Skateboarden, wo kommt es her?

“Die Idee war es, das Gefühl des Wellenreitens auf die Straße zu übertragen, um vor allem den Tageszeiten mit einem schwachen Wellengang zu trotzen”, schreibt das Blog skatedeluxe über die Anfänge des Skateboardens in den 50ern.

“Die Idee war es, das Gefühl des Wellenreitens auf die Straße zu übertragen, um vor allem den Tageszeiten mit einem schwachen Wellengang zu trotzen.”

skatedeluxe

Auch wenn Wellen sich selten nach den Tageszeiten richten, kommt uns das doch bekannt vor. Die ersten Boards hatten sogar einen Reverse Kingpin, wie einige Surfskates heute!

Wir sind also wieder mal im Kreis gefahren. Tatsächlich hat sich natürlich einiges getan: Bei den Skatern dominieren Sprünge die Szene, heutige Surfskates haben weit verbesserte Achsen. Dafür sehen die Decks von aktuellen Surfskates aus wie aus den 80ern.

Surfskates im Test: Was ist ein Surfskate? Surfskates im Einsatz
Surfskates im Einsatz. Training von surfandskate.de in Berlin. / David Brück für milchplus.de

Ein Surfskate oder Surf Skateboard ist also ein Skateboard im ursprünglichen Sinne: Ein Brett, um den Asphalt zu surfen. Das kann allerdings für jeden etwas anderes bedeuten (wichtig!). Surfskates bestehen aus dem Deck, (meist) speziellen Achsen und etwas breiteren Rollen.

Heute werden Surfskates oft nicht nur zum Cruisen (dafür eignen sich auch Longboards besser, s.u.) oder Long-Distance-Pumping (LDP) genutzt sondern um Surf-Manöver wiederholt zu trainieren.

Wer das erste Mal auf ein Surfskate steigt, wird überrascht bis schockiert sein, wie wackelig das ist. Das liegt an der großen bis extremen Beweglichkeit der Vorderachse. Weil man beim normalen pushen mit dem vorderen Fuß auf dem Board steht und mit dem hinteren anschiebt, ist das Anschieben zumindest für Anfänger eine Herausforderung.

Surfskate vs. Longboard vs. Skateboard: Was sind die Unterschiede?

Der Mensch sei ein zweifüßiges, federloses Lebewesen sagte Platon vor versammelter Philosophenmannschaft. Der Zyniker Diogenes brachte daraufhin einen gerupften Hahn in Platons Schule und sagte: “Das ist Platons Mensch”.

Ärgerlich. Für Platon und für den Hahn natürlich auch. Eine Definition für ein Surfskate zu finden, die nicht gleich zerpflückt wird, ist auch nicht ganz einfach (s.o.). Und damit gibt es eben auch keine klare Abgrenzung zu den verwandten Brettern.

Für kurze Zeit!
Surfskate im Test: Das Curfboard

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Im Grunde ist alles ein Surfskate, was Du als solches benutzt. Manche Boards wie das Carver CX könnte man so oder so verkaufen, als Cruiser Longboard oder als Surfskate (und das wird ja auch gemacht).

Aber gut, versuchen wir es runterzubrechen.

Skateboards

Skateboards sind in der Regel symmetrisch aufgebaut, das heißt Tail und Nose sind gleich aufgebogen und die Achsen haben einen Standard Kingpin. Die Rollen sind klein, abgerundet und hart.

→ Skateboards fahren stabil und direkt. Sie sind die erste Wahl für den Park und Tricks.

Longboards

Longboards sind (meist) größer, haben auch größere Rollen und mehr Flex. Das macht sie als Fortbewegungsmittel viel attraktiver. Kleinere Unebenheiten und Steinchen stecken die Rollen weg (naja, besser als die anderen Boards halt). Dafür ist ein Olli kaum drin. Manche Boards haben einen Reverse Kingpin. Das bringt sie dann schon sehr nah an aktuelle Surfskates.

→ Gut zum Strecke machen, Asphalt-Cruisen, Downhill-Fahren, evtl. LDP

Surfskates

Surfskates haben meist eine drehbare Vorderachse oder einen Reverse Kingpin vorne. Dadurch lässt sich das Brett weiter neigen und engere Kurven fahren. Das Deck ist häufig recht kurz, aber lang genug, um einen Surfstance zu emulieren. Dafür haben Surfskates meist auch ein (leichtes) Kicktail und die Deck-Seiten sind aufgebogen.

Durch die bewegliche Achse sind Surfskates oft sehr wackelig und eignen sich nicht so gut, um längere Strecken zurückzulegen.

→ Für Surfer als Trainingsgerät um wiederholt Manöver zu trainieren, für alle, weil auch wiggeln Spaß macht, als Hybrid mit steiferer Achse für Bowl und Pumptrack. Nicht so gut, um Strecke zu machen.

Warum Du als Surfer ein Surfskate brauchst

Es kann schon frustrierend sein: Man wartet ein halbes Jahr auf die dringend benötigte Salzwasserzeit. Und dann braucht man eine Woche, bis man überhaupt wieder vernünftig auf dem Board liegt.

Dabei helfen Surfskates zwar nicht. Aber dafür sobald man es wieder auf das Board schafft. Weil man mit dem Surfskate keine Welle braucht, lässt sich fast überall üben. Und Übung ist genau, was uns landlocked Surfern fehlt.

Man merkt ja meist schon, wenn man etwas dödelig auf dem Surfboard steht. Das Surfskate ist das Tool, um in kleinen Schritten am Bewegungsablauf für Turns und Co. zu arbeiten.

Surfskate Guide: Warum ein Surfskate sinnvoll ist
In Bowls oder Pumptracks lässt sich am besten trainieren. / Luca Brück für milchplus.de

Ein Aspekt, der in anderen Guides nicht oft angesprochen wird, ist dass das Surfskate Training nicht nur für landlocked Surfer gewinnbringend ist, sondern auch und gerade für alle, die mit einer Bleibe am Meer gesegnet sind oder mit dem Camper unterwegs sind.

Speziell im professionellen Jugendtraining wird mit Surfskates geübt. Das kann dann heißen, dass vor der Trainingssession im Wasser eine Stunde Surfskate auf dem Programm steht, in der z.B. spezifisch Top-Turns mit Fin-Release und Re-Entry geübt werden. So kann man die eingeübten Bewegungsmuster direkt übertragen und das Muskelgedächtnis auch fürs Wasser aktivieren.

Ach ja: Man kann so ein Surfskate auch klassisch zur Fortbewegung nutzen, wenn man sich an das Wackeln gewöhnt oder eines mit steiferer Achse wählt. Und die Dinger machen auch einfach Spaß.

Welches Surfskate kaufen: Unsere Empfehlungen

Das richtige Surfskate zu wählen ist nicht ganz einfach. Neben Faktoren die Du messen kannst wie Größe und Gewicht gibt es weitere, die schwerer zu bestimmen sind:

Wie gut bist Du im Surfen und Skaten schon?
Was willst Du mit dem Surfskate erreichen?
Und dann rotieren die Meinungen über die Achssysteme fast noch stärker, als die Achsen selbst.

Nimm also gerne diese Sprungmarke zu unserem ausführlichen Surfskate Guide weiter unten und lies dich erstmal richtig ein.

Surfskate für Anfänger

Anfänger sind meist überrascht, wie wackelig es sich auf einem Surfskate steht. Generell sollten Anfänger deshalb ein etwas traditionelleres Setup wählen.

Soll heißen: Relativ steife Achsen und relativ große Rollen. Es kommen also beide klassischen Achssysteme in Frage und – je nach deiner Surfskate Intention – auch noch ein paar andere. Und keine Angst: Die richtige Größe erklären wir auch noch.

Zu teuer sollte das Board eher nicht sein, schließlich kann es schon sein, dass das Board nachher in der Ecke steht. Zu günstig (billig) ist aber auch nichts, denn dann hast Du recht sicher wenig Spaß.

BTFL Sol Cruiser Surfskate

BTFL Sol Cruiser Surfskate

Dieses Board hat eher stabile Surfskate-Achsen und einen langen Radstand (Wheelbase). Es erinnert an ein Mini-Malibu und ist ein super Kompromiss zwischen Fortbewegung und Surftraining.
Carver perfect Surfer CX

Carver 32'' Super Surfer CX

Die Carver CX Achse ist etwas härter als viele andere Top-Surfskateachsen. Das macht pushen leichter und hilft beim Training unsaubere Technik zu vermeiden. Trotzdem kann man damit auch mit dem typischen Surfskate-Pumpen vorwärts kommen.
ca. 220 €

Curfboard Fish

Das Curfboard ist eine vielseitige Option. Funktioniert zum Pushen, Pumpen, fürs Training. Die Achse ist nicht ganz so agil wie bei YOW und Co., aber gerade deshalb kommen viele Festlandsurfer mit dem Board gut zurecht. Das Curfboard wächst mit und eignet sich für alle Levels.
ca. 270 €330 €
→ Zum Testbericht
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Surfskate für Intermediates

Du willst dein Surfen verbessern und hast schon Erfahrung mit Surfskates. Dann sind diese Boards eine gute Wahl. Du solltest nämlich darauf achten, keine zu leichtgängige Achse zu kaufen, das fühlt sich gut an, macht aber anfälliger für Fehler im Bewegungsablauf.

Es sei denn, Du bist gar kein Surfer und willst mit dem Board nicht (oder nicht nur) deine Technik trainieren: Für wigglendes Pumpen (so wie es zum Beispiel hier erklärt wird, englisch) eignen sich nämlich gerade die sehr agilen Boards.

Slide Gussie 31'' Avalanche

Gute Qualität, aus einer traditionsreichen Skateboard-Schmide (Sancheski / Spanien) und eine der günstigsten Optionen für ein System mit Federachse.
ca. 190 €
YOW Fanning

YOW Fanning Falcon 32''

Für echte Surf-Skater. Das Pro-Modell von Mick Fanning kommt im klassischen Shape und mit dem neuen Meraki System. Top Qualität, kostet halt entsprechend.
ca. 330 €
Smoothstar Johann Defay Surfskate

Smoothstar 32.5'' Johanne Defay

Hochwertiges Gesamtpaket in einer Länge, die für viele hinhaut. Die Smoothstar Achse ist recht locker / agil, lässt sich aber verstellen.

Surfskates für Profis

Wer es wirklich drauf hat, kann auch wieder zu einem etwas lockereren Board greifen. Trotzdem empfehlen auch sehr gute Surfer und Surfskater z.B. das Carver CX, also eine eher harte Achse. Es bleibt auch etwas Geschmackssache.

yow Pyzel Ghost

YOW Pyzel Ghost 33.5"

Das Pyzel Ghost von Yow ist an das Board angelehnt, mit dem JJF zweimal die WSL gewonnen hat (und noch zweimal hätte gewinnen müssen). Das bringt Surfskate-Technisch erst mal nichts, das Board ist aber trotzdem eine gute Option.
ca. 330 €
Smoothstar Holy Toledo

Smoothstar Holy Toledo 33''

Wer kein eigenes Pro Modell hat unter den Profis, der greift häufig zum Holy Toledo. Gute Achse, gutes Deck, keine Spielereien.
ca. 330 €
Carver J.O.B Camo Tiger

Carver J.O.B Camo Tiger 33.5''

Etwas länger für kraftvolleres Surfskaten. Die Pro-Modells von Carver gibt es in aller Regel mit beiden Achssystemen.
ca. 330 €

Günstige Surfskates bis 150 Euro

Die meisten gängigen Surfskates funktionieren. Auch unter den günstigeren Achsen taugen viele, vor allem, wenn das Board nur gelegentlich geritten wird.

Check dazu nochmal alle Achssysteme
Überblick über alle gängigen Surfskatemarken
Flying Wheels Surfskate

Flying Wheels

Flying Wheels ist die Low-Budget Tipp für alle, die eine “echte” Surfskate-Achse wollen. Obschon es beide Systeme gibt. Spanisch, günstig, gut.
ca. 155 €
Decathlon Surfskate Carving Longboard

Decathlon

Decathlon macht ordentliche Surfskates, allerdings nur mit RKP-Achssystemen. Und über die Website sind mittlerweile zahlreiche Boards namhafter Firmen zu bekommen, die sind dann aber teurer.
NKX Maverick Surfskate

NKX Maverick

Eher günstig gebaut (Griptape der Testboards löst sich sofort) mit ziemlich harter Achse, die auch etwas hakelig kippt. Funktioniert trotzdem und ist eine solide Preis-Leistungs-Option. Allerdings nur im Sale!

Surfskates bis 250 Euro

Slide Surfskate

Slide

Die dritte Generation der Slide Achse kann mit den großen Brands mithalten – nur nicht preislich, Komplettboards gibt es hier unter 200 Euro. Hochwertgi und mit Skate-Tradition im Laminat.
ca. 190 €
Carver perfect Surfer CX

Carver CX

Die Carver CX Achse ist etwas härter als viele andere Top-Surfskateachsen. Das macht pushen leichter und hilft beim Training unsaubere Technik zu vermeiden. Trotzdem kann man damit auch mit dem typischen Surfskate-Pumpen vorwärts kommen.
ca. 220 €
Miller Division Surfskate

Miller Division

Miller macht heiße Ware, allerdings nur mit klassischen Achsen. Dafür stechen die Designs aus der teilweise recht poppigen Masse heraus.
ca. 190 €
Surfskate im Test: Die Marke BTFL

BTFL

BTFL hat nur zwei Surfskates im Programm und nur ein echtes echtes. Klassisches Achssystem (G-Trunk). Die Boards sind hochwertig und kosten ab 190 Euro.

Surfskates für mehr als 250 Euro

Yow Coxox Surfskate

YOW Coxos 31'' Surfskate

Die YOW Boards sind erprobt und beliebt. Viele europäische Pros sind auf den Brettern unterwegs. Im spanischen Surftraining ist YOW fix verankert. Hoch qualitativ und mit sehr agiler Achse.
ca. 300 €
Carver Kai Lenny

Carver 31'' Kai Lenny Lava C7

Das originale Surfskate kommt von Carver und die Achse gehört immer noch zu den besten da draußen. Hohe Qualität.
ca. 330 €
Curfboard Surfskate Wave SE

Curfboard Surfskate Wave SE

Eine Investition, die sich lohnen sollte. Das Curfboard geht bei der Achse einen anderen Weg und gehört zu den vielseitigsten Surfskates. Stabil beim pushen und in der Bowl, trotzdem auch gut als Surftrainer.
ca. 270 €330 €
Mit dem Gutscheincode “milchplus” bekommst Du 20% Rabatt auf die Surfskates von Curfboard!
Smoothstar Johanne Defay

Smoothstar Johanne Defay 32.5''

Sehr agiles Surfskate in vielseitiger Länge. Smoothstar gehört zu den beliebtesten Surftrainern, allerdings besteht auch wiggle Gefahr.

Surfskate Test: Die Boards in Nahaufnahme

Das Smoothstar Johanne Defay 32.5″ im Test

Preis (UVP)319 Euro
MaßeBoard 32.5” (82,55 cm)
Wheelbase46 cm (Lochabstand) / 46 cm (Rollenmitten-Abstand)
AchssystemSmoothstar Thruster
Rollenmittel: 60 mm Ø / Breite 48 mm
7.8Expert Score
Guter Surftrainer
Das Smoothstar Johanne Defay ist ein geiles Surfskate: Die super agile Achse kann man in enge Manöver drehen, das Deck hat ist breit und Surfstance optimiert und das komplette Set ist sehr hochwertig. Funktioniert auch für große Surfskater bis 1,90. Achtung: Die Achse kann zwar eingestellt werden, ist aber sehr weich. Das ist nicht ideal zum pushen und für Anfänger.
Material & Verarbeitung
9
Surf-Technik-Training
8.5
Pushen & Cruisen
5.5
Pumpen & Wiggeln
10
Bowl & Pumptrack
6

Die Smoothstar Achse ist eine der agilsten Surfskate-Achsen auf dem Markt. Das macht die Boards so beliebt. Achtung: Viele Smoothstar Fahrer loben, wie gut man die Boards “pumpen” kann. Das stimmt auch, hat aber mit Surf-Training dann nichts mehr zu tun.

Tatsächlich kann man mit einem Surfskate nicht wirklich das Speed-Generieren auf einem Surfboard trainieren. Man kann zwar die entsprechende Hoch-Tief-Bewegung machen, braucht aber trotzdem die Rotation der Achsen. Trainieren kann man vor allem und ideal einzelne Manöver.

Smoothstar legt wert darauf, dass bei den Boards von Surf-Trainern gesprochen wird. Das geht auch, man sollte aber sehr bewusst üben und auf Freunde und Videos setzen.

Zur Fortbewegung eignet sich das Board bedingt: Es ist schon sehr wackelig. Man kann sich aber sehr gut vorwärts pump-wiggeln. Zwischendurch ist das durchaus auch mal erlaubt (oder wenn Du gar keinen Surf-Trainer suchst, sondern nur Spaß auf dem Skateboard haben willst).

Das Pro-Modell Johanne Defay hat ein ansprechendes Design und verzichtet beim Tail auf Quatsch. Die Länge von 32.5” bei einer Wheelbase von glatt 46 cm passt für viele Surfskater, männlich wie weiblich.

Pros
  • Sehr agil
  • Hochwertige Bauweise
  • Guter Surf-Trainer
  • Lässt sich gut pumpen
  • Achshärte einstellbar
Cons
  • Pushen ist schwierig
  • Sehr wackelig
  • Wiggle Gefahr

Decathlon (Oxelo) Longboard Surfskate Carve 540 im Test

Preis (UVP)109, 99 Euro
MaßeBoard 32.7” (83 × 25 cm) / Trucks 160 mm (Breite)
Wheelbase52,5 cm (Lochabstand) / 59,3 cm (Rollenmitten-Abstand)
AchssystemReverse Kingpin, Bushings 78A
Rollengroß/dünn, abgerundet: 65 mm Ø / Breite 44 mm

Zum Board bei Decathlon

6.2milchplus.de
Als Cruiser passabel
Das Decathlon Carve 540 hat eine vergleichsweise lange Wheelbase, ein großes Deck und eine für ein Surfskate sehr stabile Achse. Das macht sich bei den Fahreigenschaften deutlich bemerkbar, es ist laufruhig und stabil bei moderaten Geschwindigkeiten, gut zum Cruisen oder Brötchen holen. Beim Surfskate-Training und beim Pumpen (Wigglen) macht es aber keine gute Figur.
Material & Verarbeitung
8
Surf-Technik-Training
4.5
Pushen & Cruisen
8
Pumpen & Wiggeln
4
Bowl & Pumptrack
6.5

Decathlon kann in vielen Bereichen Dank der breiten und starken Aufstellung des französischen Konzerns in fast allen denkbaren Sportbereichen qualitativ akzeptable Produkte zu fairen Preisen anbieten.

Das schaffen sie auch mit dem OXELO Longboard Surfskate Carve 540. Beim günstigsten Board auf dem Markt, das sich selbst in die Gruppe der Surfskates kategorisiert, ist doch an der Verarbeitung und Qualität nicht viel auszusetzen (na gut, man könnte vielleicht darauf verzichten, die Trucks auf das zuvor eingeschweißte Deck zu schrauben – s. Verpackungsreste auf Bildern).

Das Surfskate sollte man vielleicht aus dem Namen streichen, die Fahreigenschaften werden definitiv treffender beschrieben durch die restlichen Stichworte: Longboard & Carve.

Pros
  • Sehr stabil
  • Ordentliche Qualität
  • Sehr günstig
  • Lässt sich gut pushen
Cons
  • Kein guter Surf-Trainer
  • Achse sehr hart

BTFL Sol Surfskate im Test

Preis (UVP)219, 99 Euro
MaßeBoard 36” (91.5 cm x 24.5 cm)
Wheelbase57,5 cm (Lochabstand) / 63,5 cm (Rollenmitten-Abstand)
AchssystemReverse Kingpin, Bushings 78A
Rollengroß: 70 mm Ø
7.6milchplus.de
Erstaunlich vielseitig
Das BTFL kommt unter den Surfskates eher bescheiden an: Ich bin ein Cruiser, Du kannst mit mir auch Surfskaten. Und zur Abwechslung stimmt das mal! Das Sol geht erstaunlich flockig durch die Manöver und ist durch die Länge und die eher harte Achse trotzdem ein gutes Cruiser Board. Eine echte Anfänger- und Familienempfehlung.
Material & Verarbeitung
8.5
Surf-Technik-Training
7
Pushen & Cruisen
8.5
Pumpen & Wiggeln
6.5
Bowl & Pumptrack
7.5

Das BTFL Sol ist eine der Überraschungen im Test. Wir hatten eher mit einem klassischen Cruiser Longboard gerechnet. Aber tatsächlich geht das Board auch Smooth durch Manöver.

Einzig beim Pumpen wirkt sich die doch sehr große Wheelbase (real 63,5 cm) etwas hinderlich aus. Aber das ist ja bei einem Cruise-lastigen Board verständlich und außerdem fürs Training nachrangig.

Das Board ist weder ganz günstig, noch super teuer. Eine gute Wahl für alle, die auch mal etwas Strecke zurücklegen wollen und ein Surfskate für viele Nutzer suchen.

Pros
  • Stabil
  • Als Surf-Trainer geeignet
  • Sehr vielseitig
  • Lässt sich gut pushen
Cons
  • Nicht super agil
  • Etwas lang für Manöver-Training

NKX Maverick 31” Surfskate im Test

Preis (UVP)229 Euro / ab 129,95 Euro
MaßeBoard 31” (78,74 cm)
Wheelbase41 cm (Lochabstand) / 46 cm (Rollenmitten-Abstand)
AchssystemReverse Kingpin, Bushings 78A
Rollengroß: 69 mm Ø / Breite 55 mm
7.2milchplus.de
Im Angebot gut
Das NKX Maverick ist nicht das hochwertigste Board im Test. Die Achse scheint beim Kippen die Optionen On / Of zu haben. Trotzdem ist das Board ein ganz ordentlicher Allrounder: Surfskate-Training ist drin, pushen lässt es sich, auch pumpen einigermaßen. Wenn das Board im Angebot ist (eigentlich immer) eine Empfehlung.
Material & Verarbeitung
6.5
Surf-Technik-Training
7
Pushen & Cruisen
7.5
Pumpen & Wiggeln
6.5
Bowl & Pumptrack
8.5

Beim NKX Maverick scheiden sich die Geister. Der erste Eindruck war nicht so gut: Das Griptape löst sich an einer Stelle sofort. Auch im direkten Vergleich fällt das Board etwas ab.

Aber nicht so weit. Und in keiner Kategorie völlig. Das Maverick ist damit immer noch eine günstige Option (wenn es im Angebot ist) für ein ordentliches Einsteigerboard.

Es macht Surfskate-Training mit, genau wie Cruiser-Fahrten zum Bäcker.

Fraglich ist, warum die Länge und Wheelbase so klein gewählt wurden. Das ist für größere Surfskater eher nicht ideal.

Pros
  • Recht stabil
  • Gut zu pushen
  • Günstig
  • Funktioniert als Surftrainer
Cons
  • Etwas klein, kurze Wheelbase
  • Nicht so hochwertig

Curfboard Fish Surfskate im Test

Preis (UVP)329 Euro
MaßeBoard 32” (80,5 cm x 24 cm)
Wheelbase51 cm (Lochabstand) / 56,5 cm (Rollenmitten-Abstand)
AchssystemCurfboard
Rollengroß: 70 mm Ø / 82A Härte / Breite 50 mm

Zum Shop von Curfboard, mit dem Gutscheincode “milchplus” gibt es 20 % Rabatt.

8.8milchplus.de
Geiles Surfskate
Das Curfboard überzeugt auf der ganzen Linie: Es ist sehr smooth in Turns & lässt sich trotzdem pushen. Es ist hochwertig verarbeitet und das gesamte Setup ist stimmig. Auch als Cruiser funktioniert das System.
Material & Verarbeitung
9.5
Surf-Technik-Training
9
Pushen & Cruisen
8
Pumpen & Wiggeln
9
Bowl & Pumptrack
8.5

Das Curfboard ist ja eher der Außenseiter unter den Surfskates. Einfach mal alles anders machen. Aber wenn’s funktioniert?

Tatsächlich ist es immer eine kleine Umstellung, wenn man von einem “normalen” Surfskate auf das Curfboard wechselt. Aber nach wenigen Metern kann man gar nicht mehr sagen, was die Irritation ausgelöst hat.

Das Curfboard Fish macht jedenfalls als Surf-Trainer Sinn & als Cruiser Spaß. Und wer mal wiggeln will: So viel Geschwindigkeit erreicht man auf kaum einem anderen Board.

Pros
  • Hohe Qualität
  • Sehr vielseitig
  • Sehr gut zu pumpen
  • Gut zu pushen
  • Gut für Surf-Training
  • Gutscheincode “milchplus” für 10% Rabatt
Cons
  • Eher teuer

BTFL Cody Surfskate im Test

Preis (UVP)189,99 Euro
MaßeBoard 31.3” (79,5 cm x 24,5 cm)
Wheelbase51 cm (Lochabstand) / 56,5 cm (Rollenmitten-Abstand) xxx
AchssystemReverse Kingpin, Bushings 78A
Rollenmittel: 65 mm Ø / 80A Härte / Breite 47 mm
8.3milchplus.de
Top Allrounder
Das BTFL Cody ist ein sehr vielseitiges Surfskate mit klassischem RKP-Aufbau. Shape, Flex und Achsen machen das Board zu einem guten Surf-Trainer. Gleichzeitig kann man aber auch damit pump-wiggeln und in die Bowl oder auf den Pumptrack. Auch pushen lässt sich das Cody gut. Es könnte (für uns) nur einen Ticken länger sein.
Material & Verarbeitung
8.5
Surf-Technik-Training
8
Pushen & Cruisen
8.5
Pumpen & Wiggeln
8
Bowl & Pumptrack
8.5

Das BTFL Cody Surfskate ist ein Test-Liebling. Es macht alles mit und alles gut. Als vielseitiger Allrounder macht man damit auf jeden Fall nichts falsch.

Einzige Einschränkung: Das Board ist recht kurz, die Wheelbase ebenso. Der Theorie nach ist das nicht ideal.

Wir (ca. 185m, 81kg) haben unseren Surf-Stance auch auf das Cody bekommen. Aber etwas länger wäre wohl nicht verkehrt.

Pros
  • Hohe Qualität
  • Sehr vielseitig
  • Gut zu pushen
  • Gut für Surf-Training
  • Gut auf dem Pumptrack
Cons
  • Nicht ganz günstig
  • Etwas kurz

NKX Surfskate the Bubble im Test

Preis (UVP)229 Euro, oft 180 Euro
MaßeBoard 31” (78,74 cm)
Wheelbase41 cm (Lochabstand) / 46 cm (Rollenmitten-Abstand)
AchssystemReverse Kingpin, Bushings 78A
Rollengroß: 69 mm Ø / Breite 55 mm
7.3milchplus.de
Guter Allrounder
Das The Bubble von NKX unterscheidet sich nur im Shape vom Modell Maverick. Es ist nicht ganz so Surfboard-Förmig. Muss es ja auch nicht sein. Ein solider Allrounder mit leichten Abstrichen bei der Qualität. Empfehlung, wenn es im Angebot ist. Besonders gut auf dem Pumptrack.
Material & Verarbeitung
6.5
Surf-Technik-Training
7
Pushen & Cruisen
7.5
Pumpen & Wiggeln
6.5
Bowl & Pumptrack
9

Das NKX the Bubble ist ein gutes Surfskate. Die Meinungen gingen allerdings etwas auseinander. Im Pumptrack fanden alle das Board gut.

Auf der Straße mochten es immerhin zwei von drei Testern gern.

Schon nach relativ kurzer Zeit hat das Board recht starke Abnutzungsspuren. Wir werden das beobachten.

Ob man das NKX The Bubble oder das Maverick nimmt, ist letztlich Geschmacksache. Wir würden sagen: Das mit dem größeren Rabatt.

Pros
  • Vielseitig
  • Oft günstig
  • Gut für Pumptrack / Bowl
Cons
  • Preis schwankt
  • Etwas kurz
  • Qualität / Abnutzung

Surfskate-Guide: Größen, Achsen & Unterschiede

Die hohe Wissenschaft der Surf-Skate Achsen: Ein Vergleich

Die Achse ist die wichtigste Komponente deines Surfskate Boards. Denn durch sie wird das Board erst zu einem Surfskate.

Die Achse bringt letztlich das Surf-Feeling auf die Straße. Wie das geht? Im Vergleich mit einer normalen Skateboard-Achse ist eine Surfskate-Achse beweglicher. Sie erlaubt engere Turns.

Die meisten Brands setzen auf eine rotierende Achse (z.B. YOW, Smoothstar) oder auf eine spezielle Verbauung der Lenkgummis (z.B. Carver).

Mittlerweile gibt es ein wirklich breites Angebot an Surfskates. Dabei setzen auch viele Marken bei den Achsen auf ganz eigene Bauweisen – so wie etwa das Curfboard.

Die Frage, welches Surfskate für dich das richtige ist, ist zunächst einmal die Frage nach dem richtigen Achstyp für dich.

Surfskates werden meist als Komplettboards verkauft. Bei (guten) Skateboards ist das anders. Die stellt man aus den Komponenten Deck, Rollen und Achse zusammen. Und das geht auch bei den Surfskates: Die meisten Hersteller vertreiben die Achsen auch einzeln, so dass du aus deinen Lagerbeständen auch ein Surfskate basteln kannst.

Rotierende Achsen (mit Federn)

Ein Board mit einer drehbaren Vorderachse ist ziemlich eindeutig ein Surfskate. In der Regel wird die Schwenkfähigkeit durch eine Feder geregelt. Es gibt also unterschiedliche “Härtegrade”.

Das Achssystem von Smoothstar: Die Baseplate der Achse ist auf einer rotierenden Platte montiert. Darunter ist eine Feder zu erkennen. Diese regelt die Härte der Achse, also wie einfach sie sich nach links und rechts schwenken lässt. Zusätzlich neigt sich die Achse auch klassisch. Insgesamt ist das System super agil, man könnte auch sagen: Etwas wackelig. Die Federhärte lässt sich verstellen.

Diese Boards lassen sich aus dem Stand pumpen, also fortbewegen. Achtung, es besteht wiggle Gefahr. Und klassisches pushen ist eher gewöhnungsbedürftig, weil diese Konstruktion etwas wackelig ist. Das gleiche gilt für schnelle Bergabfahrten.

Meistens ist dabei die Platte, auf der die Achse montiert ist, schwenkbar gelagert. Das Ganze trägt etwas auf: Deshalb braucht die Hinterachse einen Spacer als Höhenausgleich.

Der Hauptnachteil des Systems besteht darin, dass man sich relativ leicht eine “falsche” Technik angewöhnt, also nicht mit Streckung und Rotation des Körpers arbeitet, sondern mit Arschwackeln (wiggeln). Außerdem ist dieses System nicht so gut zum pushen und cruisen.

Vorteile
  • Einfaches Pumpen
  • Man muss nicht pushen, kann immer auf dem Board bleiben
  • Agilität, sehr enge Turns möglich
  • Gutes Lean / Rebound Verhältnis
  • Spaß & Surf-Feeling
Nachteile
  • Wackelig, Pushen erschwert
  • Hohe Abnutzung bei hartem Einsatz
  • Kann zu falscher Technik verleiten
  • Lange Strecken sind mühsam

→ Generell sind rotierende Achsen mit Federn die einfachere Option für surf-spezifisches Training und für viele fühlen sie sich besser an. Das kann aber auch trügerisch sein.

Diese rotierenden Systeme arbeiten mit einer Feder:

8.4milchplus.de
Carver C7
Das Original, die erste Surfskate-Achse (von 1996) rotierende Achse auf einer Feder, deren Härte einstellbar ist. Insgesamt etwas fester als Smoothstar, YOW und Co. was für das Training gut sein kann.
Pros
  • Gut zum Cruisen
  • Gut für Surf-Training
  • OK für lange Strecken
Cons
  • Nicht so smooth wie YOW
  • Transitions etw. hackelig
8.4milchplus.de
Smoothstar Thruster
Kompliziertes Design. Gute Einstellmöglichkeit der Feder. Die Smoothstar Achse ist sehr beliebt und bietet – tatsächlich – ein sehr smoothes Fahrgefühl. Nachteil auch hier: Die leichte Turnbarkeit kann zum Schummeln verleiten. Tendenziell weicher als YOW, Härte aber einstellbar.
Pros
  • Sehr gut für Surf-Training
  • Sehr smoothe Abläufe
  • Großer Bewegungsspielraum
Cons
  • Nicht so gut für Strecke & Geschwindigkeit
  • Wiggle Gefahr
8.5Expert Score
YOW Meraki (S5)
Relativ neue, sehr beliebte Achse von Yow mit etwas stärkerer Feder, schlanker gebaut. Das bringt Verbesserungen beim Cruisen auf Distanz und macht das Pumpen etwas entspannter. Dafür sind die Bewegungen nicht ganz so weich wie bei der Vorgängerachse oder bei Smoothstar. Das System ist relativ hoch und die Feder nicht einstellbar.
Pros
  • Gut für Surftraining
  • Guter Rebound / Lean
  • Einzeln bestellbar (ca. 180 €)
Cons
  • Eher nicht für lange Strecken
  • Nicht einstellbar
7.8Expert Score
YOW Adapter (S4 / S5)
Yow-Adapter (V4): Vorgängerachse mit einer schwenkbaren Platte. Ähnlich der Smoothstar Achse, deutlich komplexeres Design im Vergleich zum Meraki-System. Gibt es für verschiedene Gewichtsklassen, unter 50 Kilo und darüber.
Pros
  • Auch für leichte Fahrer / Kinder
  • Guter Surf-Trainer
  • Einzeln bestellbar (ca. 95 €)
Cons
  • Kann zu viel eindrehehen
  • Nicht einstellbar
7.4milchplus.de
Slide 3.0
Sehr vielseitige Surfskate-Achse mit Feder zu einem fairen Preis. Eignet sich gut fürs Surf-Training, aber auch zum Cruisen und um Strecke zu machen (pushen oder pumpen). Nicht ganz so großer Bewegungsradius wie die Systeme von YOW oder Smoothstar. Besserer Rebound, schlechterer Lean im Vergleich mit YOW.
Pros
  • Sehr vielseitig
  • Gut zum Cruisen und pushen
  • Einzeln bestellbar (ca. 120 €)
Cons
  • Schwierige Transitions
  • Innen liegende Muttern können sich lösen
3.5milchplus.de
Flow
Gleiches Design wie das Slide-System mit einem entscheidenden Nachteil: Die Feder innen schlägt relativ schnell gegen das Gehäuse, was den Bewegungsradius stark einschränkt und dich außerdem einfach während der Fahrt blockieren kann. Es gibt mehrere Slide-Nachbauten die sich auf frühere Versionen stützen. Keine Empfehlung.
Pros
  • OK zum pushen
Cons
  • Achse blockiert schnell

Achsen mit Lenkgummi und Reverse Kingpin

Die zweite Möglichkeit, der Vorderachse Bewegungsspielraum zu geben, ist mit einer veränderten Achsgeometrie. Bei einer Reverse-Kingpin-Achse (RKP oder XRKP) sitzt das Bushing (Lenkgummi) schräg in der Achse – und zeigt nach außen. Bei einer Kingpin Achse (TKP) ist es anders herum.

Die Beweglichkeit der Achse basiert nicht auf einer Feder, sondern auf dem Lenkgummi. Außerdem ist meist der Winkel zwischen der Baseplate und dem Kingpin deutlich größer. Dadurch lässt sich das Board weiter neigen.

Grundsätzlich hat diese Bauweise gleichzeitig ganz ähnliche und doch sehr unterschiedliche Eigenschaften zu Feder-basierten Systemen.

Vergleichbar ist, dass auch eine Achse mit Lenkgummi und RKP beweglicher ist als eine klassische Longboardachse und so auch Long-Distance-Pumping möglich ist, also das Fahren über weite Strecken, ohne mit den Füßen anzuschieben.

Man könnte aber auch anschieben, also pushen, denn meist fahren diese Systeme etwas stabiler. Dafür kommt es öfter zu Wheelbites, enge Turns fallen schwerer und generell ist die Beweglichkeit im Vergleich zu Federsystemen schlechter, auch Transitions sind schwerer sauber zu fahren.

Diese Bauweise ist nicht neu und eigentlich auch nicht Surfskate-spezifisch. Sie funktioniert aber schon auch als Surftrainer und kann die bessere Option sein, um saubere Technik zu lernen. Dann brauchst Du aber ein gutes, wie das Carver CX. Der eigentliche Vorteil: Die Boards ohne Feder-Schwenk-System sind oft günstiger.

Vorteile
  • Laufen oft stabiler
  • Pushen ist einfacher
  • Lange Strecken sind angenehmer
  • Einige Modelle recht vielseitig
  • Mit Fleiß saubere Technik erlernbar
  • Günstiger
Nachteile
  • Mühsamer zu pumpen
  • Weniger agil & beweglich
  • Viele schlechte Modelle

→ Gut zum Cruisen & für vielseitigen Einsatz, durchaus auch als Surftrainer. Die wichtigsten Achssysteme mit RKP:

8.6milchplus.de
Carver CX.4
Arbeitet nicht mit einer Feder sondern eher “klassisch” mit einem Lenkgummi (Bushing). Vorbild für viele neue Surfskate Firmen. Wird als Reverse Kingpin montiert und hat einen größeren Baseplate-Winkel. Weil es keine Feder hat, ist das System härter und schneller und ist weniger beweglich. Das muss kein Nachteil sein.
Pros
  • Stabileres Fahren, auch Strecke
  • Gut für Bowls und Pumptracks
  • Funktioniert auch als Surf-Trainer
  • Einzeln bestellbar (ca. 125 €)
Cons
  • Nicht so smooth und wendig
  • Anstrengend als Surf-Trainer
3.2milchplus.de
Surffeeling
Sehr einfaches Design ohne Feder. Stattdessen sitzt ein fetter Lenkgummi unter der Achse. Die Gummis gibt es in unterschiedlichen Härten. Funktioniert, aber nicht gut. Da sind andere Lenkgummiachsen wie die Carver CX der bessere Deal. Keine Empfehlung.
Pros
  • Recht stabiles Fahren
Cons
  • Funktioniert nicht gut
6.1milchplus.de
Landyachtz
Ein weiteres System mit Lenkgummi statt Feder. Wenig Bewegungsradius, schwergängig und hart zu pumpen. Außerdem ist die Verarbeitungsqualität der Decks durchwachsen. Auch keine Empfehlung.
Pros
  • Recht stabiles Fahren
Cons
  • Funktioniert nicht gut
6.7milchplus.de
Waterborne Surf-Adapter
Günstige Möglichkeit, ein Cruiser-Longboard umzurüsten. Der Umbau ist allerdings etwas hakelig. Hat keine Feder sondern ein Lenkgummi. Vergleichbares Fahrgefühl zu YOW oder Smoothstar, aber es fehlt etwas Sicherheit und Rebound.
Pros
  • Halbwegs günstig
  • viel Pump-Power
  • Einzeln bestellbar (ca. 80 €)
Cons
  • Relativ schwer
  • Große Wiggle Gefahr
  • Hohe Bushing Abnutzung

Weitere Achssysteme

Es gibt noch weitere Ansätze. Das System von Swelltech hat zwar Federn, ist aber so eigen, dass wir es hier aufnehmen. Auch das Curfboard ist ziemlich speziell.

7.1milchplus.de
Swelltech
Innovatives System. Ein innenliegendes Federpaar erlaubt volle 360 Grad Drehbarkeit. Diese Flexibilität lieben viele Swelltech-Fans. Sie macht die Boards aber auch schwerer zu fahren. Paradoxerweise fühlen sich Swelltechboards ziemlich nach Surfen an, sind aber keine guten Surftrainer, dafür gehen die Bretter zu leicht um die Kurve.
Pros
  • Größte Beweglichkeit am Markt
  • Tolles Surf-Feeling
  • Extrem beliebt
Cons
  • Sehr gewöhnungsbedürftig
  • Kein guter Surf-Trainer
  • Federn anfällig
7.4milchplus.de
Curfboard
Das Curfboard-System ist sehr eigen: Es hat weder ein Lenkgummi, noch Feder. Stattdessen hat es ein Doppel-Gelenk. Das erlaubt das Eindrehen der Räder gut, das Neigen aber nicht so. Trotzdem eignet das Curfboard sich auch als Surftrainer. Mit recht stabilen Fahreigenschaften und einer hohen Flexibilität ist das Curfboard ein Favorit.
Pros
  • Guter Kompromiss
  • Sehr gut zum Cruisen
  • Wenig Verschleiß
Cons
  • kaum Rail-to-Rail Bewegung möglich

Das Deck

In der Einleitung hab ichs kurz angesprochen: Viele Surfskate Decks sehen aus wie Skateboard Decks aus den 80ern.

Kicktail für Drive aus dem hinteren Fuß
Breiter Shape
Viel Concave
Vordere Achse weit vorne
Heute: 7 Lagen Ahornholz

Das haut auch tatsächlich hin. Änderungen dieser Eckpfeiler sind oft ästhetischer Natur und haben nicht selten negativen Einfluss auf die Performance. Zum Beispiel bringt ein Fishtail außerhalb des Wasser nichts, nur weniger Auflage für deinen Fuß.

Durch die im Vergleich mit einem Skateboard nach vorne verschobene Vorderachse wird die Wheelbase vergrößert, der Abstand zwischen den Achsen. Ohne dass das Deck länger wird.

Eine kürzere Wheelbase dreht enger, fühlt sich aber weniger stabil an. Eine lange Wheelbase ist fahrbar (und kann ein gutes Training sein), fühlt sich aber auch irgendwann etwas nach Softtop an: schwer zu manövrieren.

Surfskates werden oft als Komplettset verkauft, geh bei der Auswahl daher nach…

Dem richtigen Achssystem
Der richtigen Größe
Und erst am Schluss nach dem Deck-Design

Die Rollen

Die Rollen sind glücklicherweise auch schon vormontiert bei den meisten Surfskates. Denn meine Güte, was kann man da noch herumspielen.

Surfskate Rollen sind relativ groß und “eckig” – so kann man auch über Unebenheiten und Steinchen fahren
Je mehr Asphaltkontakt die Rollen haben, desto mehr Grip und Stabilität
Je kleiner die Rollen, desto einfacher sind Slides
Anfänger sollten auf große Rollen achten
Fortgeschrittene können experimentieren

Das richtige Surfskate: Worauf Du achten solltest

Vier Fragen solltest Du dir stellen, um das richtige Surfskate für dich zu finden: 

Wie groß bist Du?
Wieviel wiegst Du?
Was willst Du erreichen?
Wie ist dein aktuelles Fahrkönnen?

Diese Fragen haben Einfluss auf die Wahl der Deckgröße, des Achsensystems, die Rollen. Zusammen definieren sie dein Surfskate.

Welches Surfskate Größe ist ideal?

Die Größe ist bei Surfboards wichtig, klar. Aber auch bei Surfskates. Denn du willst ja deinen Surf-Stance aufs Skateboard bringen und deine Größe hat ziemlich direkten Einfluss darauf, wie breit Du stehst. Der ideale Surfskate-Stance ist etwas breiter als schulterbreit.

Stehen die Füße zu nah beieinander, kommst Du leicht aus der Balance, weil Du deinen Körperschwerpunkt nicht tief bekommst.

Eine Tabelle hat an der Stelle Limitationen, weil die Beinlänge auch bei gleicher Körpergröße variiert und der Stance sowieso. Wenn du die Möglichkeit hast, verschiedene Boards in deiner Range zu testen – mach es.

Größe in cmGewicht in KgSurfskate Größe
Bis 155bis 55unter 30″
150 – 17040 – 7527 – 31″
160 – 18150 – 8530 – 32″
165 – 18760 – 9031 – 33″
175 – 19370 – 10032 – 35″
182 – 20385 – 12034 – 39″

→ Ein etwas größeres Board erschwert Turns. Das kann ein gutes Training sein. Ein etwas kleineres Board skatet sich leichter & bietet eher das Fish-Feeling.

Surfskate Größe und Wheelbase

Was ist die Wheelbase und warum ist sie wichtig? Die Wheelbase ist der Abstand zwischen den Rollen. Gemessen wird er von Rollenmitte zu Rollenmitte.

Allerdings gibt es soviele mögliche Kombinationen von Decks und Achsen, dass es für Hersteller inpraktikabel ist, die Wheelbase so anzugeben. Stattdessen wird der Abstand zwischen den inneren Montagelöchern im Deck angegeben.

Das passt meist ungefähr, aber oft halt auch nicht. Deshalb haben wir in unseren Surfskate Testberichten beide Werte angegeben: Die angegebene und die reale Wheelbase.

“Eine kürzere Wheelbase dreht enger, fühlt sich aber weniger stabil an. Eine lange Wheelbase ist fahrbar (und kann ein gutes Training sein), fühlt sich aber auch irgendwann etwas nach Softtop an: schwer zu manövrieren.”

Um deine Wheelbase (und damit meist auch die Surfskate-Größe) herauszufinden, misst Du erst deinen Surf-Stance (siehe Bild). Das ist der Abstand zwischen deinen Füßen (mittig gemessen).

Die reale Wheelbase (also Rollenmitte zu Rollenmitte, auch Achsabstand) sollte ungefähr deinem Stance entsprechen!

Deine Ziele

Wieso willst Du mit dem Surfskaten anfangen?
Bist Du ein Surfer und willst deine Technik verbessern?
Geht es dir eher darum, von A nach B zu kommen und Spaß dabei zu haben?
Soll das Board eigentlich nur schick in deinem Pankower Loft hängen?
Willst Du mit dem Board auch Tricks machen und Bowls fahren können?

Für jeden ernsten Einsatz außerhalb von Instagram brauchst Du natürlich ganz unterschiedliche Boards.

→ Wenn du dein Surfen verbessern willst, brauchst Du einen Surf-Trainer (Smoothstar, Yow) oder ein Carver

→ Wenn es “so eine Mischung” sein soll reicht wahrscheinlich ein günstigeres Board mit Reverse-Kingpin (NKX, Decathlon)

→ Wenn es nur gut aussehen soll, na, weißte selbst…

Dein Level

Wir gehen jetzt also davon aus, dass Du deine Surf-Technik verbessern willst. Dann bleibt die Frage, wie gut Du aktuell skatest (und surfst). 

LevelAnfängerIntermediatePro
Set-UpEher klassischMittelRadikal
AchseHartmittelweich – mittel
RollenGroßmittelklein-mittel

So. Die allermeisten werden sich zwischen den Polen als Intermediate einstufen. Die richtige Wahl ist dann vor allem Typ-Sache. Ein paar Dinge solltest Du aber beachten:

Du bist bereit für einen Surftrainer von Yow, Smoothstar oder Flying Wheels (günstige Option)
Achtung: auf richtige Technik achten
Nimm erstmal das Standard-Setup
Sehr bewegliche Achsen wie Swelltech solltest Du vermeiden
Falls Du dich für ein RKP System ohne Feder entscheidest, nimm das Carver CX

Surfskate Guide Fazit

Das richtige Surfskate zu finden ist nicht ganz einfach. Am Ende ist es wahrscheinlich das, das Du dir bestellst. Es sei denn, du greifst grob daneben.

Mit vielen günstigen Boards wirfst Du dein Geld aus dem Fenster. Weil Du sie nicht fahren wirst. Aber nicht mit allen. Gleichzeitig sind nicht alle teuren Bretter wirklich gut und noch weniger davon passen vielleicht zu dir.

Es ist wirklich entscheidend, dass Du dir klar machst, was Du erreichen willst. Darauf aufbauend kannst Du dich für einen Achstyp oder eine Marke entscheiden. Und dann die richtige Größe herausfinden.

Überlege dir, was Du mit dem Board machen willst
Entscheide dich für ein Achssystem
Finde die richtige Größe für dein Board heraus
Prüfe dein Budget
Bestell direkt beim Hersteller

Surfskate Training: Übung macht den Meister

Oder etwa nicht? Vor ein paar Jahren ging ein Gespenst um in Europa: Das Gespenst der 10.000 Stunden. So lange müsse man ein Fertigkeit üben, um sie in Perfektion zu erlernen, schrieb Malcolm Gladwell in seinem Bestseller “Überflieger”.

Das leuchtete vielen Menschen ein. Es passte auch zum bekannten vier Stufen-Modell der Kompetenzentwicklung (siehe Abbildung).

Surfskate im Test: Die vier Stufen des Lernens

Mittlerweile ist das 10.000 Stunden Modell aber etwas überholt. Die Wochenzeitung Die Zeit schreibt in einem Dossier über Talent, dass beides unerlässlich sei, angeborene, “naturgegebene Potenziale” und Training.

“Angeboren oder antrainiert – heute gilt das als überholter Gegensatz. Beides ist unerlässlich. Zudem haben Experten weitere Faktoren entdeckt, die von Bedeutung sind.”

Die Zeit, Nr. 17 vom 21.04.2022

Aber es ist Konsens, dass selbst die größte Begabung verkümmert, wenn sie nicht gefördert wird. Und es wäre doch wirklich schade, wenn Du deine Chance auf ein Ticket für die WSL einfach so liegen ließest. 

Beim Surfen schwimmt die Sache noch einmal etwas anders: Wir können jede Menge Zeit damit verbringen, ohne wirklich besser zu werden. Einfach weil wir die meiste Zeit nicht wirklich surfen, sondern paddeln. Dank meiner GPS Uhr weiß ich jetzt auch genau, wie wenig ich wirklich auf dem Brett stehe: Pro Session kaum mehr als 30 Sekunden, vielleicht mal eine Minute.

Das ist wirklich nicht viel. Und es reicht nicht, um sich schlechte Angewohnheiten und falsche Bewegungsmuster abzutrainieren (mein Teppich-Arm lässt grüßen).

Deshalb sind Surfskates so wichtig. Neben stehenden Wellen und künstlichen Wavepools sind sie das einzige echte Trainingsgerät für Surfer, um Turns und Manöver wirklich üben zu können (Vergiss den ganzen Balance-Board-Hype).

Surfskate Test: Training
Screenshot aus der Videoschulung von surfandskate.de. Man muss nicht alles verstehen, um zu verstehen, dass Training sinnvoll ist.

Das Besondere ist die unendliche Wiederholbarkeit. Auf einem Surfboard wird ein Leben nicht reichen, um 10.000 Stunden darauf zu stehen. Auf dem Surfskate vielleicht auch nicht. Aber es kommt schon etwas Zählbares dabei rum.

Dabei besteht natürlich die Gefahr, falsch zu üben: Weil Surfskates so intuitiv und oft sogar zu einfach um die Kurve gehen, fühlt sich das Cruisen eigentlich immer top an. Ich reagiere dann fast allergisch auf Korrekturen (siehe unbewusste Inkompetenz).

Was hilft? Der Videobeweis. Wer sich selbst wiggeln sieht, wird danach zumindest eine Zeitlang demütig Ratschläge annehmen (die Phase der bewussten Inkompetenz).

Wer dann dranbleibt und gezielt übt, wird irgendwann auch die Stufe der bewussten Kompetenz erreichen. Dabei hilft es, wenn man hin und wieder mit Profis arbeitet.

Wie verbessert man mit dem Surfkate sein Surfen?

Wie sollte man trainieren und wie nicht? Und wo sollte man trainieren und wo nicht?

Wer wirklich sein Surfen trainieren möchte, muss zunächst verstehen: Surfskaten ist nicht Surfen. Stattdessen lassen sich einzelne Bwegungsabfolgen trainieren. Manöver also.

Pumpen ist mit einem Surfskate möglich, ist aber etwas komplett anderes, als mit einem Surfboard (siehe nächster Abschnitt).

Such dir also eine leicht abschüssige Straße mit glattem Belag und ohne Verkehr. Dadurch musst Du nur etwas oder gar nicht pushen und kannst dich dann auf die Übungen fokussieren.

Versuche nicht, eine Welle abzureiten und Manöver an Manöver zu hängen. Das funktioniert nicht wirklich, weil die Physik einer Welle fehlt. Etwas realistischer wird dein Training, wenn Du an einer Quaterpipe oder in einer Bowl trainierst. Die Schwerkraft hilft dir dabei, im Turn senkrecht über dem Board zu bleiben.

Nochmal: Such die ein professionelles Training für den Einstieg oder nutze ein Programm.

Das große Surfskate-Missverständnis

Surfskaten ist in den USA ein Mega-Hype. Und auch bei uns werden die Bretter noch häufiger im Straßenbild und vor allem in Skateanlagen zu sehen sein.

Schon die Amis haben ein internes Problem: Sie können sich nicht einigen, was ein Surfskate ist und wie man es benutzt (Siehe oben, was ist ein Surfskate).

Die einen wollen spaßig durch die Gegend pumpen: Das erklärt, warum der Youtube-Kanal Surfskate Love so erfolgreich ist. Obwohl Steve erkennbar ahnungslos durch die Gegend wiggled. Denn das ist ja ein legitimer Ansatz.

Wer aber Surfskates als Tool sieht, um am Surfen zu arbeiten, der muss zumindest zeitweise disziplinierter an die Sache rangehen. Denn eine falsche Surfskate-Technik brennt sich genauso ein, wie die richtige.

Im Video unten sieht man, wie man es richtig macht. Aber auch hier gilt: Das Speedgenerieren ist eigentlich eben nicht wie auf einem Surfboard.

Super sinnvoll daher: Ein Kurs, am besten in Präsenz. Und wenn das nicht geht (oder zusätzlich) ein Online Kurs wie der von Surfstrenght Coach Cris Mills und Surfskate Trainer Clayton Nienaber.

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Wo gibt es Surfskate Kurse?

Berlin: Surfers Connection ist ein eingetragener Verein & veranstalet unregelmäßig Trainings mit Smoothstar Brettern und waschechten Australiern auf dem Tempelhofer Feld. 1h Training, danach freie Fahrt inkl. Board für 5 Euro Spende.
Berlin: Aiko und Waldo von surfandskate versuchen, eine professionelle Lernplattform für Surfskaten und Surfcoaching zu werden. Regelmäßige Trainings in Moabit; 1,5h inkl. Material für 25 Euro. Wir waren da und können die Boys wärmstens empfehlen!
München: Koabär baut Surfskates und Surfboards – aus Holz. Bei Regen finden die Surfskate-Kurse in der Schreinerei eigenen Bowl statt. 2h mit Material für 30 Euro.
München: Stoked Surfskate bietet Kurse für jedes Level, 30 Euro für 1,5h in Kleingruppen inkl. Material.
Hamburg: Marie-Carmen & Vladislav von Surfskate Hamburg bringen dich in 2h für 30 Euro inkl. Material auf den Asphalt.
Hamburg: Der Surfskate Workshop von Studio Longboard geht 2h und kostet 35 Euro, auf Wunsch inkl. Material
Köln: Shorebreak Cologne ist eine spezielle Surf-Muckibude mit Fitness- Surfskate-, Paddeltraining & Events in der Welle in Langenfeld. 1h inkl. Board 20 Euro, ohne 15, 11 Abo 150 Euro inkl. Board, Urban Sportsclub
Köln: surft. Kologne hat verschiedenste Programme für die Kölner Surfcommunity. 2,5h inkl. Material für 25 Euro, 4-Set 89 Euro

Du wohnst woanders? Such mal nach “Surfskate Training + deine Stadt” und schlag dich durch die Trefferliste. 

Zur Not müssen einfach deine Freunde herhalten. Wenn sie nur ein bisschen was vom Surfskaten verstehen, solltest Du auf ihre Tipps hören.

Und falls alles nicht hilft oder Du das Gefühl hast, am Asphalt und deinem Niveau irgendwie kleben zu bleiben, dann probier mal das Surfskate-Progamm des “Surf Strength Coach” Cris Mills.

Das englisch sprachige Programm kannst du als App auf dem Handy oder als Browsererweiterung nutzen. Und es hilft enorm. Warum es so wichtig ist, richtig zu trainieren, erklärt Cris dir schon mal in diesem Video (unbedingt anschauen!):

Ziemlich gutes Video vom Surf Strength Coach Cris dazu, wie man mit Surfskates trainiert. Zum Einstieg zu Empfehlen!

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Ein Surf Skateboard lässt unendliche Wiederholungen zu
Der Trainingseffekt ist enorm
Es besteht die Gefahr, falsch zu trainieren (wenn es ums Surfen geht)
Trainiere mit Freunden und lass dir Tipps geben
Filmt euch gegenseitig
Surfskaten in einer Bowl kommt Surfen im Meer noch näher
Gehe zu Treffen oder professionellen Trainings

Top-19 Surfskate Marken und Brands: Ein Vergleich

Vorab: Welches das beste Surfskate ist kann man unmöglich sagen. Das liegt an individuellen Präferenzen und vor allem daran, dass ein Surfskate für jeden und jede etwas anderes ist: 

Willst Du mit hartem Training an deinem Surfen feilen?
Suchst Du ein Board, mit dem man zum Bäcker (oder zur nächsten Vegan Bowl Bude im Prenzlberg) pushen kann, aber auch mal einen Surfturn hinlegen?
Willst Du das Board, das den größten Spaß macht (sich aber für spezifisches Surf Manöver Training nicht so eignet)?

Weil es so kompliziert ist, versuchen wir hier, die wichtigsten Boards vorzustellen und vor allem die Unterschiede der Trucks (Achssysteme) zu erläutern, so dass Du der richtigen Entscheidung ein Stück näher kommst.

Unsere Empfehlungen (weiter oben) sind Empfehlungen für Surfskates, die sich für Surf-Training eignen!

Surfskate im Test: Das Curfboard

Curfboard

Ingenieurskunst aus Deutschland und Sonderweg in der Achsenkonstruktion. Gut für Pumptracks und zum Cruisen, funktioniert aber auch als Surf-Trainer
Achse: Curfboard
Für: Cruiser, Flexible
ab ca. 270 €330 €
20% Rabatt mit dem Gutscheincode “milchplus”!
Surfskate im Test: Yow Surfskates

YOW Surfskates

Surf-Trainer aus Spanien. Sehr agile Boards. Auf die richtige Gewichtsklasse achten!
Achsen: YOW S4 / S5 und YOW Meraki (rotierend / Feder)
Für: Surf-Training, Intermediates+
ca. 330 €
Surfskate im Test: Ein Smoothstar Surftrainer

Smoothstar Surf-Trainer

Die Brand aus Australien ist eine der ersten genuinen Surfskate-Firmen. Eher noch etwas weicher als YOW. Smoothstarboards sind qualitativ sehr hochwertig und fahren sich top. 
Achse: Smoothstar Thruster (rotierend / Feder)
Für: Surf-Training, Intermediates+
ca. 330 €
Surfskates Test: Ein Carver JOB

Carver Surfskates

Der Platzhirsch aus Kalifornien und Erfinder der ersten echten Surfskateachse. Hochqualitativ und mit der CX Achse Vorbild für eigentlich alle Revers-Kingpin-Modelle da draußen. 
Achsen: Carver C7 (Feder), Carver CX, Carver CX Mini (beide RKP)
Für: Alle Level, alle Einsatzgebiete
ab ca. 230 €
Surfskate im Test: Das Surfskate von Slide

Slide Surfskates

Aus Spanien, ein günstiges Feder-basiertes System. Sehr variabel und mit ordentlichen Fahreigenschaften sind die Slide-Boards ein echter Preistipp.
Achse: Slide 3.0 (rotierend / Feder)
Für: Einsteiger, Fortgeschrittene+, Surf-Training, Cruisen
ab ca. 190 €
Surfskate im Test: Die Marke Flying Wheels

Flying Wheels Surfskates

Aus dem Baskenland. Flying Wheels baut beide gängigen Achssysteme. Ähnlich wie Yow (aber einstellbare Härte), super günstig!
Achsen: Lombard (rotierend / Feder), Stir (RKP)
Für: Surf-Training, Fortgeschrittene
ab ca. 150 €
Surfskate im Test: Die Marke BTFL

BTFL Surfskates

Achse: G-Truck (RKP ohne Feder)
Preise: Ok, ca. 190 €
Für: Anfänger, Intermediates, Cruisen
ca. 190 €
Surfskate im Test: Die Marke Swelltech

SwellTech Surfskates

Das einzigartige Achssystem bietet die größte Beweglichkeit auf dem Markt. Für Surftraining eigentlich schon zu weich. Die Federn sind etwas anfällig.
Achse: SwellTech (rotierend / Federn)
Für: Fortgeschrittene+
ca. 300 €
Surfskate im Test: Die Marke Hamboards

Hamboards

Gibt es bis in 1,80 m Länge. Die Boards werden explizit als Surftrainer verkauft. Aggressives Rail to Rail surfskaten, frustrierend schwierig.
Achsen: Vorne und hinten rotierend mit Feder
Für: Experten
ca. 330 €
Surfskate im Test: Ein Decathlon Board

Decathlon Surfskates

Bekannt günstige Alternative, macht verschiedene Directional-Cruiser-Longboards, die als Surfskate vertrieben werden.
Achse: RKP ohne Feder
Für: Anfänger
ab ca. 110 €
Surfskate im Test: Die Marke Hydroponic

Hydroponic Surfskates

Ordentliche Surfskates mit RKP Achsen, eher hoher Preis dafür. Gut zum Cruisen und Long-Distance-Pushing.
Achse: RKP ohne Feder
Für: Anfänger, Cruiser
ab ca. 190 €
Surfskate im Test: Die Marke NKX

NKX Surfskates

Die skandinavische Multisport-Brand NKX macht passable Produkte zu fairen Preisen. Gute Einsteigerboards und (im Sale) mit die günstigste Option.
Achse:
Reverse-Kingpin System ohne Feder
Für
: Cruiser, Einsteiger
ab ca. 100 €
Surfskate im Test: Die Marke Miller Division

Miller Division Surfskates

Auch aus der Skaternation Spanien. Gute Qualität zu vergleichsweise fairen Preisen. Das Achssystem ist ähnlich dem Carver CX und kommt ohne Feder aus.
Achse: Miller XRKP2 (RKP)
Für: Cruiser, Einsteiger, Fortgeschrittene
ab ca. 160 €
Surfskate im Test: Die Marke Jucker Hawaii

Jucker Hawaii

Mike Jucker aus Hennef hat in seinem Allzweck-Boardsortiment nun auch Surfskates. Ordentliche Bretter mit RKP Achsen ohne Feder. Gut zum Cruisen und für Pumptracks.
Achsen: Rugged Skatesurfer Trucks (RKP)
Für: Cruisen, Pumptracks
ab ca. 200 €
Surfskate im Test: Die Marke Vomi

Vomi Surfskates

Copycat die auf Amazon schlechte Surfskates verscherbelt (und ihre Achsen nach den Carver Achsen benennt). Finger weg.
Achsen: RKP und Feder
Für: nicht zu empfehlen
ab ca. 110 €
Surfskate im Test: Die Marke Rollercoaster

RollerCoaster

Gegründet von Kölner Spowis gibt es schon seit 1999 rollendes Gerät von RollerCoaster. Heute steht die Marke für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Macht eher Longboards als Surfskates.
Achse: G-Truck Surfskate (RKP)
Für: Cruiser, Einsteiger
ab ca. 150 €
Surfskate im Test: Die Marke Long Island

Long Island Surfskates

Long Island
Surskates aus Frankreich. Schöne Bretter in guter Qualität. Long Island setzt auf Carver CX ähnliche RKP Achsen.
Achse: RKP
Für: Cruiser
ab ca. 210 €
Surfskate im Test: Das Mindless Surfskate

Mindless Surfskates

Gute Surfskates für kleine Surfer, die Wheelbase ist relativ kurz. Klassisches RKP-Design, gute Verarbeitung, faire Preise.
Achse: RKP
Für: Anfänger, Cruiser
ab ca. 150 €
Surfskate im Test: Die Marke Landyachtz

Landyachtz

Die Landyachtz Surfskates sind so eine Art Semi-Surfskate: Ein bisschen Carven ist drin, aber eigentlich bevorzugen die Bretter klassisches Cruisen.
Achse: Bear Bangerz (RKP)
Für: Cruiser
ab ca. 200 €

Oft gefragt

Was ist ein Surf Skateboard?

Eine glasklare Definition ist unmöglich. Ein Surfskate ist ein Skateboard, mit dem man auf Asphalt Surf-ähnliche Manöver ausführen kann. Dafür hat ein Surfskate eine beweglichere Vorderachse, die engere Turns zulässt. Surfskates sind instabiler als Skateboards oder Longboards und eignen sich nicht so gut um Strecke zurück zu legen.

Welche Surfskate Größe ist die richtige?

Die richtige Größe richtet sich nach vier Faktoren:
Wie breit ist dein Stance? Das entspricht etwa der Wheelbase.
Wie schwer bist Du? Je schwerer desto größer das Deck.
Was sind deine Ziele? Kürzere Surfskates sind drehfreudiger, längere laufen besser.
Wie gut bist Du? Am Anfang will man eher mehr Stabilität, ein nicht zu kurzes Board mit eher stabiler Achse also.
Um das richtige Board in der richtigen Größe zu finden, solltest Du unseren ganzen Guide lesen.

Was kostet ein Surfskate?

Surfskates gibt es ab 100 Euro. Dafür bekommt man ein System mit Reverse-Kingpin Achse. Die meisten besseren Surfskates haben eine rotierende Achse mit einer Feder und kosten mindestens 150 Euro. Die aktuellen Modelle der führenden Hersteller YOW, Carver und Smoothstar kosten ca. 330 Euro.

Welche Surfskates eignen sich zum Sliden?

Das hängt nur bedingt vom Surfskate ab, letztlich geht es mit den meisten. Entscheidender sind die Rollen. Je weniger Grip sie haben, desto einfacher ist Sliden. Dafür kann man kleinere Rollen mit runder Lippe wählen und diese zusätzlich anrauen. Dann holpert man weniger und rutscht mehr.

Welches Surfskate ist das Beste?

Das lässt sich unmöglich sagen. Welches Surfskate das beste für dich ist, kannst Du allerdings herausfinden. Wichtig ist, dass Du dir klar machst, wie Du das Board nutzen willst. Wenn Du schon etwas skaten und surfen kannst und ein Surfskate zum Surf-Training suchst, sind YOW, Smoothstar und Carver eine gute Wahl. Einen Überblick über alle relevanten Marken bekommst Du in unserem umfassenden Guide.

Ressourcen

Video Empfehlungen

Das hier ist ein ziemlich gutes Video vom Surf Strength Coach Cris dazu, wie man mit Surfskates trainiert. Zum Einstieg zu Empfehlen!

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13 gängige Achssysteme erklärt. Braucht etwas Zeit, enthält dafür im Grunde alles, was du (technisch) zu Surfskate-Achsen wissen kannst. Was die Fahreigenschaften angeht: Der Reviewer ist kein Surfer und hat einfach Spaß an Surfskates. Sein Fahrstil ist aber nicht so sauber und entsprechend muss man die Empfehlungen einordnen!

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Trainingsprogramme

Das Surfskate Training in der Surfers App von Surf-Strength-Coach Cris Mills, mit Rabattcode um die 70 Euro.

Pros
  • Top Wissen
  • Wirklich hilfreich
  • Exzellent bewertet
Cons
  • Schlechter Ton
  • Nicht sehr detailierte Übungen

Das Programm ist auf englisch. Weil richtig trainieren auf dem Surfskate so wichtig ist, lohnt es sich hier zu investieren, denke ich. Noch besser wäre natürlich ein echter Kurs mit echtem Guide: Weiter oben habe ich einige verlinkt.

Surfskate Glossar: Wat heißt’n ditte?

baseplate – Grundplatte unter der Achse. Adapter für Surfskates werden darauf montiert.

bearings – Kugellager

bushings – Lenkgummis

cruisen – entspanntes fahren

deck – Das Brett im Skate-Brett

hanger – Teil der Achsen, an dem die Rollen sind

kingpin – Die Schraube, die die Achse zusammenhält und den Härtegrad der Lenkung einstellt

lean – gibt an, wie gut eine Achse einlenkt

pumpen Schwungholen durch eine Auf- und Abbewegung des Körpers

pushen Anschieben mit dem Fuß

rebound – gibt an, wie kraftvoll die Achse zurückfedert

reverse kingpin – Wenn die Schraube schräg in der Achse sitzt und nach außen zeigt, vergrößert die Beweglichkeit

surfskate – Skateboard, mit dem sich Surf-Manöver auf Asphalt imitieren lassen

trucks – Komplett-Achsen mit allem, was dazugehört

wheel – Rolle

wheelbase – Abstand zwischen den Achsen bzw. den inneren Bohrlöchern im Deck

wheelbite – wenn die Rolle durch die Neigung das Deck touchiert

wigglen – mit dem Arsch wackeln um vorwärts zu kommen, schlechte Technik

Dieses Glossar (und der ganze Guide) wird aufgefrischt, wenn Fragen auftauchen: Schreib uns gerne!

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Luca Brück

Luca ist ein Tee trinkender Surfrabauke aus dem Schwarzwald. Seine Brötchen, den Tee und die Surfboards verdient er als Journalist und Blogger. Aktuell lebt und schreibt Luca in Oldenburg.

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