Surfen in Taghazout

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Taghazout ist das würdige Ende des Hippie-Trails, der sich auf der Suche nach dem ewigen Sommer von der französischen Atlantikküste bis zur Sahara zieht. Die Lebenshaltungskosten sind gering, das Wetter ist warm bis heiß und arid, die Wellen sind weit gereist und wenigstens für Regulars die besten in und um Europa.

Nach den Hippies und Surfexpeditionen kamen die Intermediates, manche jeden Winter. Und mit den regelmäßigen Gästen etablierten sich die Surfcamps und die Infrastruktur, die Taghazout auch zu einem beliebten Ziel zum Surfen lernen macht.

Das unbestrittene Zentrum des marokkanischen Surfens profitiert von einer ausgedehnten Landnase, hinter der sich die dominierenden Nordwinde auf offshore drehen und so für konstant hervorragende Bedingungen in den Wintermonaten sorgen.

Die besten Surfspots in Taghazout (mit Karte)

Marokko ist das Land der rechten Pointbreaks und da macht Taghazout so gar keine Ausnahme. Der Swell kommt vornehmlich aus Nordwesten, dreht sich um das Cap Ghir und läuft an den verschiedenen Spots lang, schnell und hohl nach rechts in das tiefere Wasser hinein.

Der bekannteste Spot ist Anchor Point, jahrzehntelang ein mystischer Ort der Perfektion fernab der Massen. Heute ist der Point natürlich voller Surfer, wenn er läuft, doch wenn die Wellen größer werden, dünnt sich die Crowd aus.

Taghazout ist eines der wenigen Surfreiseziele, an denen man ohne Auto gut durch einen längeren Surfurlaub kommt. So hoch ist die Spotdichte.

Von Agadir kommend heißen einige Spots nach den Kilometersteinen an der N1, an denen sie zu finden sind, manchmal auch auf Französisch (onze, douze, …).

Meine 10 Lieblingsstrände zum Surfen in Taghazout

Imsouane

Surfen in Taghazout: Spotmap von Imesouane

Ein ewig langer rechter Pointbreak, der nie zu groß wird

Das kleine Fischerdorf Imsouane eine gute Stunde nördlich von Taghazout hat in den vergangenen Jahren stark an Aufmerksamkeit dazugewonnen. Es gibt einen guten Beachbreak mit einer rechten Welle am Nordstrand.

Der Spot Cathedral im Nordosten des Dorfes. / Foto: Juli Wey

Der Grund, warum aber die Taghazout Camps einmal die Woche kommen und längst auch hier Surfcamps angesiedelt sind, ist der ewige Pointbreak (The Bay) am Hafen. Rund um die Lowtide laufen die Wellen auf das Riff, bauen sich nochmal auf und brechen dann über Sand weit, weit die Bucht hinunter. Etwas mehr Volumen ist zu empfehlen, doch gegen Ende hat die Welle auch schnellere Abschnitte. Am Ende gleitet man an den Strand und läuft zurück.

Boilers

Surfen in Taghazout: Spotmap von Boilers

Rechter Pointbreak mit schwierigem Ein- und Ausstieg

Boilers ist ein Taghazout Klassiker, weil der Point etwas exponierter ist als die Spots am Dorf und mehr Swell ansaugt. Sehr oft kommt der Wind genau bei Boilers aus den Bergen und bläst offshore. Die Welle selbst ist schnell, saftig und mittellang. Der Ausstieg aus dem Wasser, vor allem bei ansteigender Flut, ist etwas knifflig und Reefbooties sind eine gute Idee. Low- und Midtide.

Killers

Surfen in Taghazout: Spotmap von Killers

Langer rechter Pointbreak und Swellmagnet

Killers ist einer der Taghazout Premium Spots. Bei einem ordentlichen Swell und Hightide verlinken sich die Wellenabschnitte zu mehreren hundert Metern. Killers ist der konsistenteste Point der Region und immer größer, als es von der Küste aussieht.

Die Strömung trägt einen konstant weg vom Peak und man muss ordentlich paddeln, um in Position zu bleiben. Der Name kommt übrigens nicht von den Wellen, die durchaus Intermediates tauglich sind, sondern von den Orcas, die hier manchmal gesichtet werden.

La Source

Surfen in Taghazout: Spotmap von La Source

A-Frame High-Tide Riff für kleinere Swells

Benannt nach einer kleinen Quelle, die lange schon kein Wasser mehr gesehen hat, ist dieses feine, kleine A-Frame Riff eine schöne Abwechslung zu all den perfekten rechten Points. La Source ist am besten von Mid – Hightide bei ansteigendem Wasser und in kleineren Swells bis 1,5 Meter. Die Rechten sind meist etwas besser als die linken Wellen. Direkt am Spot ist ein teurer Hotelkomplex.

Anchor Point

Surfen in Taghazout: Spotmap von Anchor Point

Der Inbegriff des Marokkanischen Pointbreaks

Als die Aussies Ankas entdeckten, dürften sie aus den Flip Flops gekippt sein. Bei einem ordentlichen Nordwest Swell schieben sich lange Wasserwände erhaben und schnell in die Bucht von Taghazout und laden zu endlosen Kombinationen von Cutbacks und Gaspedal ein. Der Einstieg erfordert Timing beim Sprung von den Felsen und Paddelpower um sich in Position zu halten. Am besten bei Lowide, in größeren Swells auch bei ansteigendem Wasser. Anchor Point kann ziemlich groß werden, dann dünnen sich auch die doch heftigen Crowds etwas aus.

Hash Point

Surfen in Taghazout: Spotmap von Hash Point

Guter Point für Einsteiger

Der Hash Point ist eine etwas ruhigere Option zu den messerscharfen Points der Region. Die Wellen brechen hier eher ruhig, wiederum nach rechts. Der Spot ist recht abgewandt vom Swell und immer kleiner als Anchor Point. Bricht über Sand, der auch für eine wechselhafte Wellenqualität sorgt. Guter Spot für Einsteiger und alle, die noch eine entspannte Sundowner Session einschieben wollen. Schlechte Wasserqualität hier.

Panoramas

Surfen in Taghazout: Spotmap von Panoramas

Perfekte Barrels vor der Restaurant-Terrasse

Etwas vergessen am Südende des Surfdorfes liegt ein weiterer rechter Pointbreak. Die Wellen brechen über Sand und Steine, trotzdem sind sie recht divenhaft und funktionieren auch mal wochenlang nicht. Am besten bei Lowtide und Nordostwind. Wenn der Spot läuft, finden sich hier schnelle, hohle und lange Wellen an denen oft weniger los ist als in Killers oder Ankas.

Devil’s Rock

Surfen in Taghazout: Spotmap von Devils Rock

Righthand Point und gute A-Frame Beachbreak Peaks

Bei Tamraght am Devil’s Rock findet sich mitunter ein schöner rechter Pointbreak. Je nachdem, wie der Sand liegt eben. Das normale Setup sind hier aber kurze, gute, beachbreakartige Peaks mit rechten und linken Wellen nah an der Küste. Devil’s Rock ist am besten bei Mid bis Hightide, wie überhaupt die meisten Beachbreaks hier mehr Wasser bevorzugen. Ostwinde sind offshore. Guter Spot für Anfänger.

Banana Point

Surfen in Taghazout: Der Banana Point

Rechter Pointbreak und Beginner Beachbreak

Banana Point ist ein relativ langer und gemächlich brechender rechter Pointbreak. Die Untergrund ist Sand, was gut ist für Anfänger und alle Anderen mit Reefbreakängsten, allerdings für die Zuverlässigkeit der Welle nur mittel. Ein weiterer Lowtide Point. Ostwinde sind offshore. Idealer Swell kommt aus Nordwesten und hat knapp 2 Meter.

Anza

Surfen in Taghazout: Spotmap von Anza

Beachbreak mit linken und rechten Peaks

Einige Rifffinger helfen dabei, ordentliche Sandbänke in Form zu halten und üblicherweise sieht Anza dann auch aus wie ein A-Frame Reefbreak. Läuft von  Mid-Hightide. Ostwinde sind offshore. Guter Spot für Intermediates.

Wetter und Conditions in Taghazout

Die beste Reisezeit zum Surfen in Taghazout

Die Surfsaison in Taghazout geht üblicherweise von November bis März, wobei die Monate November bis Februar alle sehr zuverlässig gute Surfbedingungen bereithalten.

AnfängerSeptember – März
FortgeschritteneNovember – Februar
ExpertinnenNovember  – Februar

Obschon die Locals immer wieder betonen, dass sie das ganze Jahr über Surfen seien, ist der Winter die einzig zuverlässige Saison für Taghazout. Es braucht einfach die langperiodischen Winterswells, um die etwas geschützte Küste zu erreichen. Aber was für sensationelle Wellen erwachen dafür spätestens Mitte Oktober aus ihrem Sommerschlaf?! Das Wetter ist ohnehin das ganze Jahr gut, wobei die Sommer brutal heiß werden.

Surfen in Taghazout: Das Surfer Dorf
Taghazout in der Abendsonne. Im Hintergrund der Hash Point und ganz hinten Ankas. / Foto: Jenya K.

Die Wassertemperaturen schwanken und wer vor hat, auch die nördlich von Taghazout liegenden Spots auszuchecken,ist gut beraten einen warmen 4/3er Neo oder sogar einen 5/3er einzupacken, auch wenn oft der 3/2 reicht.

Das Hauptproblem für die Surfregion Marokko sind die fiesen Nordwinde, die hier so stark blasen, dass regelmäßig das Wlan ausfällt. Nein, das ist nur eine beliebte Ausrede vieler Cafébetreiber, um Daten zu sparen. Der Wind ist aber wirklich der Knackpunkt. Von November bis Februar tendiert der beständige Nordwind dazu, leicht nach Nordost zu kippen, was von den Bergen im Hinterland von Taghazout wunderbar offshore geleitet wird. Das restliche Jahr ist es aber eher Nordwestwind und der verbläst die Lineups, insbesondere in die Beachbreaks kehrt selten Ruhe ein.

Übersicht über die Klimadaten und die Surfconditions

Wie kalt wird das Wasser? Wie viele Regentage gibt es? Die folgende Tabelle gibt dir darüber und über weitere Klimadaten für Taghazout Auskunft. Was etwas untergeht, ist, dass die Nächte durchaus kühl werden und windfeste Klamotten eine gute Idee sind.

FrühlingSommerHerbstWinter
Luft23 °C26 °C25 °C21 °C
Wasser18 °C21 °C21 °C16 °C
Regentage3124
Dünung1,3 Meter0,5 Meter1,2 Meter1,5 Meter +
Surfbare Tage60 %20 %65 %85 %
Neo3/22/13/24/3
BewertungMittelSchlechtMittelTop
Frühling: März – Mai; Sommer: Juni – August; Herbst: Sept. – Nov.; Winter: Dez. – Feb. / Luft: mittleres Temperaturmaximum / Wasser: langjähriges Mittel / Regentage: Tage mit mehr als 100 ml Regen pro Quadratmeter und Monat / Dünung: Durchschnittliche Größe der reisenden Setwellen

Die marokkanische Küste rund um Taghazout ist ziemlich perfekt weit entfernt von den winterlichen Tiefdruckgebieten über dem Nordatlantik. Langperiodische Swells laufen hier sauber um die Landnase und sortieren sich, bevor sie einen Pointbreak nach dem anderen zum Leuchten bringen. Zusammen mit den hohen Temperaturen und den verlässlichen Sonnenstunden ist das Paket Taghazout ein ziemlich unwiderstehlicher Winterzufluchtsort.

Neben guten Pullis für die kühlen Nächte sollte man an Reefbooties denken. Und natürlich gute Sonnencreme. Die Wassertemperaturen schwanken im langjährigen Vergleich ganz erheblich und ein Blick auf die aktuellen Daten einer Messboje oder ein Anruf bei der Surfschule des Vertrauens vor dem Urlaub sind eine gute Idee, um den richtigen Neoprenanzug einzupacken.

Ganz wichtig ist beim Neoprenanzug (wichtiger als die Dicke), dass er richtig passt! Tipps dazu, Kaufempfehlungen und Gutscheincodes findest Du in unserem Guide zum Neoprenanzug.

Die aktuellen Surf-Conditions in Taghazout

Die lange Reisedauer der Swells bis Taghazout hat den Vorteil, dass sich vielversprechende Surfbedingungen schon früh auf den Karten der Vorhersagedienste abzeichnen. So kann man durchaus auch mal kurzfristig nach Agadir fliegen und sich ein paar Tage aussurfen. 

Die aktuellen Vorhersagen bekommt ihr auf https://de.magicseaweed.com/ oder https://www.surf-forecast.com/. Auch bei https://www.windguru.cz/ gibt es den Waveforcast und die genaueste Aufschlüsselung der Windvorhersage. Wie man einen Surf-Forecast liest? Erfährst Du hinter dem Link.

Da die Windpattern in Marokko oft sehr lokal und von der Geologie beeinflusst sind, ist die Erfahrung der Locals und der Surfcampbetreiber hier ungleich wertvoller als in Europa.

Anreise nach Taghazout

Mit dem Flugzeug

Die einfachste und für die allermeisten auch einzige Art der Anreise ist das Flugzeug nach Agadir. Agadir selbst wurde bei einem Erdbeben 1960 verheerend zerstört und danach weitgehend unerbaulich wieder aufgebaut. Die allermeisten Surferinnen nehmen daher direkt das Taxi nach Taghazout und halten es auf dem Rückweg genauso. 

Flugdauerca. 4 h 30 m
Preisab ca. 100 Euro (beide Richtungen)
Taxi von Agadir1 h / 30 Euro

Weil Agadir touristisch nur beschränkt interessant ist, wird vermutlich der Flughafen Marrakesch zukünftig noch mehr in den Fokus rutschen. Verschiedene Busunternehmen bringen dich von dort in guten drei Stunden nach Taghazout.

Wer Verhandlungsgeschick hat, kann sich auch ein durchaus bezahlbares Taxi für diese wie auch alle anderen Strecken organisieren. Für alle anderen dürfte der Service Souk to Surf interessant sein. Hier wird man zu fairen Preisen in die verschiedenen Surferdörfer geshuttelt und kann auch problemlos eigenes Material transportieren.

Auf Vergleichsseiten wie Skyscanner, Swoodoo oder Kayak kann man auch sehr gut die verschiedenen Flugoptionen mit der Preisentwicklung abrufen.

Mit dem eigenen Bulli nach Taghazout fahren

Es mag etwas abwegig klingen, aber die Anreise mit dem Bulli ist letztlich der Klassiker. Das Übersetzen nach Tanger dauert nur eine Stunde, erfordert aber etwas Aufwand, weil man alle Gegenstände von Wert dokumentieren muss. Auch an eine extra Versicherung sollte man denken, wenn man Europa verlässt. Also nur etwas für den ganz großen Trip.

Marokko ist dabei das ultimative Roadtripziel von Deutschland aus. So viele Wellen, so viel Küste und auch so viel Kultur gibt es unterwegs zu entdecken. Und mit jedem Breitengrad nach Süden lässt sich der Effekt des nahenden Winters umkehren und auch der beständige Regen der iberischen Nordküsten wird weniger. Irgendwas mit Rädern und Motor ist auch die einzige echte Möglichkeit, um das ganze riesige Potenzial Marokkos surferisch zu heben.

Entfernung Köln – Taghazout: ca. 2500 Kilometer
Reisetage: Mindestens 5 Tage, besser 10.
Maut- und Fährkosten: Etwa 500 Euro
Dieselkosten: Bei direkter Anfahrt etwa 450 Euro, als Surftrip etwa 650 Euro für einen Weg.

Eine ADAC plus Mitgliedschaft kann bei einer so weiten Reise Gold oder wenigstens etwa ein neues Surfboard wert sein. Als Mitglied bekommt man außerdem die gar nicht ganz schlechten “Toursets” kostenlos zusammengestellt und zugeschickt.

Auto mieten in Taghazout

Taghazout ist ein tolles Surfreiseziel, um vor Ort auf ein Auto zu verzichten.

Wer aber das ganze Potential der Region ausnutzen will und außerdem flexibel auf Wind- und Swellbedingungen reagieren möchte, tut gut daran, ein Auto oder einen Van zu mieten.

Wer in Marokko mit dem Wohnmobil unterwegs sein möchte, sollte sich vorab informieren, wo gute Standplätze zu finden sind. Ein hilfreiches Tool ist etwa die App von Park4Night. Darüber teilen Nutzer ihre Stehplätze mit Fotos und Erfahrungsbericht.

Surfen in Taghazout: Luca mit Gepäck in Taghazout
Warten auf den Bus. Ein Mietwagen wäre eine echte Bereicherung. / Foto: Jenya K.

Mietwagen wie Campingbusse sind leider besonders gefährdet, aufgebrochen zu werden. Achtet deshalb immer darauf, keine Wertsachen mit an den Spot zu nehmen, sondern nur ein paar Scheine und genug Wasser. 

Günstige Mietwagen findet man einfach über Portale wie Mietwagen Check. Die günstigsten Autos kosten nur rund 10 Euro am Tag! Unbedingt sollte man aber ein paar Dinge beachten, wenn man in Marokko ein Auto mieten möchte:

  • sind die Freikilometer unbegrenzt / welche zusätzlichen Kosten entstehen?
  • ist das marokkanische Pendant zur Umsatzsteuer schon enthalten? 
  • Was deckt die Versicherung ab und wie hoch ist die Selbstbeteiligung?
  • Am Flughafen muss eine Flughafensteuer bezahlt werden
  • Tankregelung beachten!
  • Ist ein zweiter Fahrer bereits inkludiert?

Surfcamps, Übernachtung & Ausrüstung

Optionen für deine Unterkunft in Taghazout

Taghazout hat ein enormes touristisches Wachstum erfahren und mittlerweile gibt es für den reisenden Surfer alles von der günstigen Pritsche im Hostel bis zum kompletten Haus mit Blick auf die Bucht. Auch diverse Surfcamps operieren zwischen Tamraght und Imsouane.

Bei den meisten Surfcamps sind Surfkurse und Yogastunden ein essenzieller Teil des Deals.

Außerdem organisieren viele Camps auch die Transfers zum Flughafen.

Wer gerne verhandelt, kann gut vor Ort eine günstige Unterkunft finden, für alle anderen ist ein Surfcamp Paket eine gute Option.

Zu beachten ist auch, dass es in Taghazout keine Kneipen und Clubs gibt. Auch wenn hier kein fundamentaler Islam gelebt wird, bleibt man abends zu Hause oder eben im Surfcamp. Deshalb ist es sinnvoll, sich die Surfcampwahl gut zu überlegen.

Taghazout Zentrum //

Yalah Surf Camp (Tipp)

  • beliebtes Surfcamp im Zentrum von Taghazout
  • Unterkunft in einfachen zwei oder Vierbettzimmern
  • hochwertiges Surfguiding & Coaching, vielfältige Paketangebote
  • Meerblick vom Esstisch auf der Terrasse
  • Unterkunft, Hochwertige Vollverpflegung, Großer Surfkurs inkl. Material, 10h Yoga, Surf-Fotos, Airport-Transfers, Hammam Besuch und Ausflug ins Paradise Valley für 399 Euro / Woche

Taghazout in Richtung Anchor Point //

Oceana Surfcamp & School

  • Appartements und Surfhostel mit Surfschule
  • Unterkunft in unterschiedlichen Gebäuden
  • Beeindruckende Aussicht über die Taghazout Spots von der Terrasse
  • Pakete zum Surfen lernen und Surfguiding
  • Unterkunft im Mehrbettzimmer, Frühstücksbuffet, 5 * Lunchpaket & Abendessen, Surfkurs inkl. Material und Flughafentransfers ab 350 Euro / Woche

Taghazout Zentrum //

Surf Berbere

  • Café, Restaurant und Surfcamp direkt am Wasser
  • Unterkunft in einfachen aber guten Zimmern mit Meerblick
  • Kurse für alle Level & Ausbildung zum Surflehrer
  • Atemberaubende Lage & eines der beliebtesten Taghazout Camps
  • Unterkunft im Camp, Frühstück, Lunchpaket und Abendessen auf der Dachterrasse, Surfkurs inkl. Material für 440 Euro / Woche

Taghazout Hashpoint //

Hashpoint Surfcamp (Tipp!)

  • Alteingesessenes Camp mit familiärer Atmosphäre
  • Unterkunft in Doppel und Zweibettzimmern in Surfvilla am Strand
  • Tipp für Taghazout: Gutes Essen, schöne saubere Zimmer & beste Lage
  • Transfer zu täglich wechselnden Spots je nach Bedingungen
  • Unterkunft, großer Surfkurs inkl. Material, Frühstück und 5 Abendessen, Flughafentransfers für 470 Euro / Woche

Taghazout Oberdorf //

Salt Surf Taghazout

  • Junges Surfcamp mit Charme und freundlichem Team
  • Unterkunft in Doppel- und Mehrbettzimmern im Surfhouse über der Stadt
  • Gemischtes junges Team & super freundliche Atmosphäre
  • Hochwertiger Yogaunterricht & gute Surfkurse
  • Unterkunft, großer Surfkurs inkl. Material, Frühstück und Abendessen, Flughafentransfers ab 315 Euro / Woche

Tamraght Zentrum //

Solid Surf House Morocco

  • Beliebtes Surfcamp in schönem Surfhouse in Tamraght
  • Unterkunft in Surfhouse relativ weit vom Meer
  • Tipp für Tamraght: Tolles Essen, tägliche Surftrips & gute Zimmer
  • Terrasse und Pool
  • Unterkunft, großer Surfkurs inkl. Material, Frühstück, Lunchpaket & Abendessen, Yoga, Flughafentransfers ab 329 Euro / Woche

Tamraght Oberdorf //

Nice Base Surfhostel

  • Veganes Hostel mit vielfältigem Sport- und Workshopangebot
  • In Tamraght auf einem Hügel über dem Ort
  • Großer grüner Garten mit beeindruckender Kletterwand
  • Pool und Skatebowl inkl. Sauna und Yoga Stunden gegen Aufpreis
  • Unterkunft im achter Zimmer mit Frühstück für 25 Euro / Nacht. Paketpreise auf Anfrage

Imsouane: The Bay //

Olo Surf & Nature

  • Surfvilla mit großem Pool am Einsteiger Point The Bay
  • Unterkunft in mehreren Surfhouses mit Pool und Garten
  • Tolles Essen & gute Zimmer & Imsouane Surf und Chill Vibe
  • Gute Option zum Surfen lernen!
  • Unterkunft, großer Surfkurs inkl. Material, Vollverpflegung, Yoga, Ausflug zum Spot la Source, Flughafentransfers ab 549 Euro / Woche

Boilers Surfspot //

Boilers Surf House

  • Günstiges Hostel direkt am Surfspot Boilers
  • Keine Shops oder Restaurants in der Nähe
  • Sehr familiär, nettes einfaches Hostel
  • Budget Tipp & Authentische Unterkunft
  • Unterkunft mit Frühstück, Mittag- und Abendessen für 12 Euro / Tag oder 70 (!) Euro / Woche. Halber Tag Surfkurs in Kleinstgruppe für 25 Euro.

Desert Point Surfspot //

Surfcamp Moknari / Desert Point Surfcamp

  • Family Stay Surfcamp am Intermediate Surfspot Desert Point
  • Keine Shops oder Restaurants in der Nähe
  • Sehr familiär & authentische Unterkunft
  • Verschiedene Camp-Optionen für alle Surflevel
  • Unterkunft mit Frühstück, Mittag- und Abendessen, großer Surfkurs inkl. Material, Flughafentransfers für 360 Euro / Woche

Campingplätze bei Taghazout

Die wichtigsten Camping- bzw Wohnmobilstellplätze der Region

Camping Imsouane

Schöner Camping mit kleinen Fischerboothütten

Ein sehr schöner Camping am nord-östlichen Dorfende, nahe dem Strand la Catedral. Der Camping bietet neben Stellplätzen schöne kleine Schlafhütten aus Holz. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob sie Booten nachempfunden sind, oder tatsächlich aus alten Fischerbooten sind. So oder so eine Empfehlung.

GPS-Koordinaten: 30.846200, -9.821748
Zum Camping

Atlantica Park

Campingplatz mit Bungalows und Wasserpark

Wer einen günstigen Bunglaow und einen Pool mit Wasserrutschen sucht, wird hier fündig. Für Surfer eher nicht die erste Adresse.

GPS-Koordinaten: 30.589256, -9.748088

Camping Terre d’Ocean

Großer Wohnmobilstellplatz oberhalb der Steilküste

Nichts besonderes, aber ein guter Ausgangspunkt für die Wellen von Taghazout. Hier finden sich fast nur große teure Wohnmobile. Die Nacht kostet zu zweit 10 Euro.

GPS-Koordinaten: 30.563227, -9.742751
Zum Stellplatz

Camping Aourir

Günstiger Camping etwas versteckt im Hinterland

Der Camping Aourir ist ein ordentlich gepflegter Platz etwas im Landesinneren und ein guter Ausgangspunkt für die vielen Wellen zwischen Agadir und Taghazout. Auch dieser Platz erinnert an einen Wohnmobilstellplatz, man kann aber auch zelten.

GPS-Koordinaten: 30.494670, -9.623160
Zum Camping

Camping Takat

Sehr schöner Camping in der Nähe von Tifnite

Der Camping Takat gilt als einer der schönsten Plätze Marokkos. Das liegt daran, dass er sehr gepflegt ist und das Personal sehr nett. Trotzdem ist auch das nur ein sehr guter Wohnmobilstellplatz mit schönem Pool. Etwas schwer zu erreichen, dafür sind die Wellen von Tifnit recht nahe.

GPS-Koordinaten: 30.25355840273, -9.5846726799011

Weitere Tipps für Taghazout

Surfshops

Tamraght: FAHD Handmade Surfboards

Netter Shaper, der auch günstige und vor allem hochwertige Reparaturen anbietet. Was auch ein Vorteil ist: Hier wird in einer professionellen Shaping Bay und mit Mundschutz gearbeitet, Fiberglas und Harz landen nicht einfach in der Gasse und mit dem nächsten Regen im Meer wie mancherorts in Taghazout.

Plus Code: G869+QP Tamraght, Marokko

Taghazout: Surgery

Anfängerboards und guter Shortboardquiver, Verleih und Verkauf von Material, Reparaturen und Zubehör

Plus Code: G7VR+QH Taghazout, Marokko

Taghazout: Habo Surfshop

Kleiner feiner Surfshop, gut sortiert, mit kompetenter Beratung und sympathisch. Gute Option für Surfboard und Neo Rentals, außerdem günstige Surfkurse in Kleingruppen.

Plus Code: G7VR+GH Taghazout, Marokko

Imsouane: Reef Point Surfshop

Einer der professionellsten Shops in der Region. Viel Auswahl und mit etwas Verhandlungsgeschick auch gute Preise. Außerdem ist der Inhaber Ahmed super sympathisch.

Plus Code: R5RH+7P Imsouane, Marokko

Sehenswürdigkeiten und Ausflugstipps:

Imsouane

Wem die geschäftigkeit in Taghazout zu anstrengend ist, der fühlt sich vielleicht in Imsouane wohler. Die Reduktion auf zwei klar distinkte Surfspots machen es einem leicht, die Tage lesend in der Sonne zu verbringen und auf die Low Tide zu warten.

Surfen in Taghazout: Der Bus nach Imsouane.
So was wie die Bushaltestelle von Imsouane. / Foto: Jenya K.

Die Welle war eine Zeitlang ein wirklicher Geheimtipp, denn Imsouane war nicht mal ein Fischerdorf, sondern nur ein Naturhafen. Dann baute man einen richtigen Hafen und die Welle verschwand für mehrere Jahre. Seit 2011 ist die Welle zurück und bot für ein paar Jahre eine Zeitreise zu den Secret Spots der 70er.

Wenn ich nochmal anfangen würde mit dem Surfen, ich würde direkt nach Imsouane gehen. So viel Zeit auf der Welle sammelt man in drei Sommern Nordspanien nicht. Viele Surfcamps aus Taghazout bieten Tagesausflüge an.

Paradise Valley

Eine Oase inmitten der kargen Mondlandschaft mit ihrem spärlichen Bewuchs. Der Fluss Tamrhakht fließt in diesem surrealen Tal durch verschiedene Becken und Fälle hinab. Im Winter, also zur Surfsaison ist der Wasserstand am höchsten und der Sprung von den Klippen am Sichersten. Auch das paradiesische Tal leidet und ächzt unter der schieren Zahl der Besucher.

Komm am besten frühmorgens und sammel vielleicht noch ein bisschen Müll zusätzlich, um deinem Karma etwas gutes zu tun. Beinahe überall kann man Touren ins Valley buchen, es empfiehlt sich aber, sich eigenständig auf den Weg zu machen.

Souk in Agadir

Der Souk el Had von Agadir ist der ideale Ort, um vor der Heimreise Gewürze, eine Tajine und eine Teekanne zu kaufen, um sich den Sommer über immer mal wieder an gute Taghazout Momente zu erinnern.

Ehedem der Sonntagsmarkt, daher auch der Name, hat der Markt seine elf Tore heute an allen Tagen außer Montags geöffnet. 2500 Stände gibt es hier und von Elektronik bis zu Mangos alle Wunder des Kapitalismus zu kaufen.

Packliste für Taghazout

Das soll keine vollständige Liste sein, sondern vor allem Dinge aufzeigen, die besonders in Taghazout nicht fehlen dürfen.

Reiseapotheke & erste Hilfe Set

  • Kohletabletten: gg. Durchfall
  • Steri-Stripes: Wunden pflastern statt nähen
  • Iberogast: Gut bei Magen-Darm Problemen
  • Wundschnellverband
  • Vaseline: Dank der ewigen Points läuft man viel im Neo und scheuert dich gerne mal was auf

Kochen

  • Wer selber kochen will sollte sich in Agadir oder schon zu Hause eine kleine Gewürzkiste zusammenstellen. In den Hostels ist oft nur Salz und Öl.
  • Ein gutes Taschenmesser

Sonnenschutz

  • Gute Sonnenbrille
  • Kappe, die auch bei Wind sitzt
  • Viel Sonnencreme LSF 50
  • Zinkcreme

Geldbeutel

  • Kreditkarte mit gratis Abhebungen (DKB, comdirect, N26)
  • Reisepass
  • Kopie der Dokumente
  • Nummern der Bank und der dt. Botschaft

Alkohol, Restaurants und der ganze Rest

Drogen

Der Islam verbietet Alkohol und auch wenn die touristisch geprägten Surferdörfer vergleichsweise tolerant sind, gibt es nur wenige Restaurants, an denen Bier und Wein ausgeschenkt werden. Kaufen kann man Alkoholika nur in Agadir oder (sehr teuer) bei manchen Hostels und Hotels.

Stattdessen konsumieren viele Marokkaner Kif, aber Achtung: Auch der Besitz und Konsum von Marihuana ist verboten und Touristen werden mit Vorliebe kontrolliert. Genießt am besten einfach einen gesunden Detox Urlaub und gönnt euch das ein oder andere Feierabendbier im Surfcamp eures Vertrauens. Oder bleibt ganz beim fantastischen süßen Minztee, der wirklich allgegenwärtig ist.

Restaurants & Bars

In Marokko ist es auch für nicht so wohlhabende Familien nicht ungewöhnlich, auswärts zu essen, oder sich essen zu holen. Das Niveau der einheimischen Küche und die Preise dafür sind daher oft ganz unglaublich. Allerdings ist es nicht ganz einfach, wirklich einheimische Küche zu bekommen.

Die größte Chance auf authentische Küche hat man an der Hauptstraße in den hochfrequentierten Läden in Tamraght und Tamri. Das Florida bietet eine gute Mischung aus Touri Küche und den traditionellen Tajine Gerichten. Kommt auf keinen Fall auf die Idee, in Agadir in eine Kneipe gehen zu wollen. Die Atmosphäre gleicht der einer Matratzen Concord Eröffnung. Nur, dass keine Frauen erlaubt sind.

Kleidung

Zwar sind Agadir und Taghazout die knappe Kleidung der Touristen gewohnt, schließlich kommen jedes Jahr genug davon. Verlässt man allerdings den Strand, geziemt es sich, etwas verhüllendere Kleidung zu wählen, speziell auf dem Markt oder in der Medina der Städte.

Einkaufen & Kochen

Wer kann, sollte auf dem Markt Lebensmittel kaufen. Ansonsten gibt es in Taghazout viele kleine Geschäfte, die allerdings eher teuer sind und eine etwas intransparente Preispolitik fahren. Selber kochen ist in den meisten Hostels ohnehin nicht ganz einfach, weil die Ausstattung mit Küchengeräten wie mit Gewürzen und Öl meist recht sparsam ist.

Surfen in Taghazout: Einkaufen und Essen
Was darf’s denn heute sein? Vielleicht Ziegenkopf? / Foto: Jenya K.

Eine gute Variante ist, sich mit leckerem Obst, Oliven, Avocados und Fladenbrot zu versorgen und Nachmittags, wenn die Garküchen den meisten Durchlauf haben, essen zu gehen. Wer regelmäßig kochen möchte, packt am besten ein gutes Messer ein.

Wasserqualität

Taghazout hat ein Problem mit der Wasserqualität. Durchfallerkrankungen gehören zur Tagesordnung. Zwar wurde gerade eine neue Kläranlage in Betrieb genommen, trotzdem landet viel Abwasser und Müll im Meer.

Besonders die Tage nach stärkeren Regenfällen sind problematisch, weil über die trockenen Flussläufe viel Unrat ins Meer gespült wird. Das ist ein echter Downer und für viele ein Grund, nur ein paar Tage in Taghazout zu verbringen und sich auch noch Imsouane oder Sidi Ifni im Süden anzuschauen.

Bus und Taxi Fahren

Meistens gibt es zwei Arten die Dinge in Marokko anzugehen: Mit einem breiten Lächeln und etwas Fatalismus oder mit Stirnrunzeln und ausdauerndem Diskutieren. Wer am Flughafen in Agadir ankommt und noch keinen Transfer nach Taghazout hat, wird sofort von der Souk Realität eingeholt.

Auf dem Flughafengelände werben zahlreiche Taxifahrer um die ankommenden Surfer und wedeln mit offiziellen Preislisten. Das sind sie auch, und die Preise sind auch bezahlbar, trotzdem fahren Einheimische für einen Bruchteil des Preises.

Eine gute Idee ist es, sich für die weiteren Strecken ein paar Tage im Voraus zu informieren und einen Transfer abzusprechen. Ob dann ein Sammeltaxi kommt, oder du ein paar Locals den Sprit finanzierst wirst du nie herausfinden, aber damit kann man gut leben. 

Geld

Die lokale Währung sind Marokkanische Dirham. Angenehmer Weise sind 10 Dirham rund ein Euro. ATM gibt es nicht sehr viele, von Taghazout aus ist der nächste in Aourir, Banana Village. Wichtig ist, sich auf seine Kreditkarte verlassen zu können und im Idealfall nichts für die Abhebungen bezahlen zu müssen. So kann man immer wieder kleinere Beträge abheben.

Es ist illegal, Dirham ein oder auszuführen. Keine gute Idee ist es, Euros zu wechseln, dabei kommt man immer schlechter weg, wenn man nicht sogar klassisch übers Ohr gehauen wird. Beim Abheben ist es immer günstiger, den Betrag in Dirham und nicht in Euros zu verrechnen, weil die Automatenbetreiber einen wesentlich schlechteren Wechselkurs anlegen als deine Hausbank.

Buchtipp

Zum Schluss etwas Versöhnliches: Das Buch “Das nackte Brot” von Mohamed Choukri erzählt von der elenden und erbarmungslosen Jugend des Autors auf berührende Weise und in einer Sprache, die sich ihrer Nacktheit nicht schämt. Aufgewachsen im Rif und in Armut findet Choukri, der erst mit Anfang Zwanzig Lesen und Schreiben lernte, einen Weg, liebevoll und voller Verständnis auch für die eigenen Vergehen von diesem marokkanischen Jungen zu erzählen, der er selbst war.

Das Buch erschien 1982 in Casablanca und wurde später in Marokko verboten.

Häufige Fragen zum Surfen in Taghazout

Wann ist die beste Zeit, um in Taghazout zu surfen?

Die beste Zeit ist klarerweise der Winter. Dabei sind die Monate November bis Februar Primetime, März ist auch noch gut und April mit Abstrichen. Die Fokussierung auf den Winter liegt vor Allem daran, dass dann die Swells regelmäßig groß genug werden um die etwas versteckten Pointbreaks zum Feuern zu bringen. Zum Anderen sind aber auch die Windbedingungen im Winter besser.

Wie sind die Wellen in Taghazout?

In Taghazout dominieren rechts brechende, lange Pointbreaks das Bild. Dabei ist der Untergrund unterschiedlich, mal von Sand bedecktes Gestein, mal nur sanft. Einige Wellen brechen schnell und hohl, andere gemächlich. Insgesamt sind die Pointbreaks durchaus geeignet für Intermediates und einige sogar für Anfänger. Die lange Periode der Swells sorgt für meist nicht gigantische, aber sehr kraftvolle Wellen. An vielen Spots ist die Nord – Südströmung ziemlich heftig.

Was ist das Besondere an Taghazout?

Taghazout hat eine unglaubliche Dichte an Weltklasse Spots. Anchor Point zählt mit Sicherheit zu den Top-5 Wellen in Afrika und the Bay in Imsouane ist eine der besten Wellen der Welt, um Sicherheit auf dem Brett zu bekommen. So viele so gute und so lange Wellen gibt es kaum sonst irgendwo. Dazu kommt, dass Flüge und Unterkünfte günstig sind, das Wetter war und schön ist und das Essen eine außergewöhnliche Erfahrung.

Wie kommt man am Besten nach Taghazout?

Der Flug aus Deutschland nach Agadir dauert gut 4 Stunden und kostet nicht viel Geld. Von Agadir erreicht man mit dem Taxi, den öffentlichen Bussen oder mit dem Shuttle eines Surfcamps in einer guten Stunde Taghazout.

Was sind die besten Orte zum Surfen in Taghazout?

Der berühmteste Spot ist der Anchor Point, der in laufweite von Taghazout liegt. Der Brot und Butter Spot ist aber eher Killers, denn hier brechen die Wellen schon in kleineren Swells. Rund um Taghazout gibt es ungefähr 30 distinkte Surfspots, viele davon hovhwertige und konsistente Pointbreaks.

Fazit

Taghazout zählt heute zu den absoluten Klassikern unter den Destinationen, um dem tristen deutschen Winter ein Schnippchen zu schlagen.

Die Qualität der Wellen und des Wetters und das niedrige Preisniveau haben in den vergangenen Jahren zu einem rasanten Wachstum geführt. Die Situation ist teilweise unübersichtlich und es operieren immer mehr Betreiber, die keine Berechtigung haben, Betten oder Surfkurse anzubieten. Das Wachstum hat außerdem zu einer Verschlechterung der Wasserqualität gesorgt, der auch mit dem Bau einer Kläranlage nur bedingt entgegengewirkt wurde.

Generell ist es so, dass man nach Regenfällen mehrere Tage auf das Surfen verzichten sollte, wenn man gesund bleiben möchte. Das ist der Hauptgrund dafür, dass man unter den europäischen Surfern genauso begeisterte Taghazout Stammgäste findet wie absolute Hater. Und das Problem der Abwasser- und Abfallwirtschaft ist ganz massiv und steht in eklatantem Gegensatz zu dem Yogi & Health Image, dass sich viele Surfcamps auf die Fahnen schreiben.

Ein anderer Grund einer Marokko Aversion ist die Kultur des Feilschens. Nicht, dass ich das generell ablehnen würde. Aber es ist augenscheinlich so, dass es legitim ist, auch offensichtliche Lügen vorzubringen, um einen besseren Preis zu erzielen, oder sich durchzusetzen. (Das Wlan geht wegen dem Sturm nicht, das Taxi fährt nur für dich, das ist der offizielle Preis, etc.). Das kann anstrengend sein und dabei sind die Berber noch ziemlich relaxed.

Taghazout bietet eine einmalige Wellenqualität für den kleinen Geldbeutel und top Bedingungen, um das eigene Surfen zu verbessern. Auch andere Orte in Marokko sind zum Surfen sehr interessant, etwa Sidi Ifni weiter südlich oder Imsouane etwas nördlich. Eine gute Idee ist es, offenen Herzens nach Agadir zu fliegen, sich selbst ein Bild zu machen und flexibel auch den Ort zu wechseln, wenn einem der Hype in Taghazout nicht gefällt.

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Luca Brück

Luca ist ein Tee trinkender Surfrabauke aus dem Schwarzwald. Seine Brötchen, den Tee und die Surfboards verdient er als Journalist und Blogger. Aktuell lebt und schreibt Luca in Oldenburg.

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