Wohnmobil vermieten: Titelbild mit Van Paul

Wohnmobil vermieten: Anleitung, Kalkulation & Erfahrungen!

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Das Versprechen von Sharing-Plattformen ist verlockend: Das eigene Wohnmobil einfach vermieten, während man es nicht benötigt und so die Fixkosten (und mehr) verdienen. Aber ist es wirklich so einfach? Was muss man beachten? Eine Anleitung mit umfangreichem Überblick über die Chancen und Risiken.

Titelbild: (c) PaulCamper

Wohnmobil vermieten – Kosten und Gewinn kalkulieren!
Du willst wissen, was Du mit deinem Camper verdienen kannst? Wir haben den passenden Rechner (weiter unten im Text)!

Das Wohnmobil privat vermieten

Deutschland ist das Land mit den meisten zugelassenen Wohnmobilen europaweit. Allein im Jahr 2021 wurden über 81.000 neu zugelassen (Auswertung des Caravaning Industrie Verbands).

Jede Überlassung gegen Geld ist eine Vermietung, auch bei Freunden oder Verwandten. Also mach’s gratis oder mach’s richtig. Auch wenn sie teuer sind: Plattformen erleichtern den Einstieg enorm!

Viele dieser Camper und WoMos stehen die meiste Zeit nur rum. Warum also nicht das eigene Wohnmobil privat vermieten und etwas Geld verdienen?

In der ungenutzten Zeit vermieten
Am einfachsten über → Sharing-Plattformen
Mietpreise von ca. 60 bis 190 Euro/Tag
Provisionen ca. 15% – 30%
Wenn genutzt: Plattform-Versicherung ca. 15% – 30%
Plattform-Nutzung auch mit eigener → Selbstfahrervermietversicherung möglich
Kosten für Selbstfahrervermietversicherung ab ca. 1210 Euro / Jahr (ohne Plattform Pflicht)
Verdienst über Plattform ca. 55% – 80% des Tagesmietpreis → ca. 33 bis 152 Euro/Tag
Oft muss ein → Gewerbe angemeldet werden (→ dann ist die Selbstfahrervermietversicherung auch Pflicht) 
Steuern erst, wenn Einnahmen die Fixkosten signifikant überschreiten (410 Euro plus)
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Wo kann man ein Wohnmobil privat vermieten?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Mieter für das eigene Wohnmobil zu finden: zum Beispiel

Anzeigen in der Lokalzeitung
Online-Kleinanzeigen (etwa Ebay Kleinanzeigen)
eigene Website mit Kalenderfunktion
Aushang in Supermärkten / Sporteinrichtungen
Sharing-Plattformen

Die einfachste Möglichkeit ist, das Wohnmobil über eine Plattform zu vermieten. Das Prinzip kennt man von Airbnb: Mieter und Vermieter kommen hier zusammen. Außerdem vermitteln die Plattformen (in vielen Fällen) eine Versicherung für die Vermietung.

Beste Plattform!
PaulCamper im Test: Das Logo
✅ Fixkosten finanzieren
✅ Große Reichweite
✅ Mieter aussuchen
✅ Versicherung inklusive
✅ Vertrag, Übergabeprotokoll etc.
7,9

Für die Vermittlung nehmen die Plattformen eine (hoch erscheinende) Provision. Da sie aber die Einnahmen vor allem auch in Marketing investieren, kann man die Auslastung des Wohnmobils deutlich erhöhen.

Vorteile von Plattformen
  • Große Reichweite
  • Einfach Mieter finden
  • Versicherung über die Plattform
  • Mustermietvertrag
  • Übernahmeprotokolle
  • Zahlungsabwicklung
  • Community Kontrolle durch Nutzerbewertungen
  • Übersichtliche Darstellung
Nachteile von Plattformen
  • Hohe Provisionen
  • Verpflichtungen gg. Plattform
  • Abhängigkeit von der Plattform
  • Schlechte Absicherung bei Camper-Ausfall
  • Vertrag zwischen Mietparteien, Plattform vermittelt kaum
  • Höhere Auslastung für gleichen Verdienst nötig

Die Camper-Sharing Plattformen im Vergleich (für Vermieter)

Beste Plattform
1
Wohnmobil vermieten: Die Plattform PaulCamper

PaulCamper

9,0 Reichweite
9,0 Website & App
7,5 Nutzerbewertung
8,0 Service
6,5 Provision (15+5%)
8,0 Versicherung
⚠️ privat und gewerblich
8,0
2

goboony

7,0 Reichweite
7,5 Website & App
7,0 Nutzerbewertung
8,0 Service
7,5 Provision (ca. 15%)
7,0 Versicherung
⚠️ privat und gewerblich
7,3
3
Wohnmobil vermieten: Die Plattform Yescapa

Yescapa

4,5 Reichweite
9,0 Website & App
7,0 Nutzerbewertung
7,0 Service
6,5 Provision (15+4%)
8,0 Versicherung
⚠️ privat und gewerblich
7,0
4

Campanda

7,0 Reichweite
8,0 Website & App
7,0 Nutzerbewertung
7,0 Service
6,0 Provision (ca. 20%)
— Versicherung
⚠️ nur gewerblich
7,0
5

Faircamper / Wobi

7,0 Reichweite
6,5 Website & App
7,0 Nutzerbewertung
6,0 Service
6,0 Provision (ca. 20%)
7,0 Versicherung
⚠️ privat und gewerblich
6,6
6

Indie Campers

5,0 Reichweite
8,5 Website & App
5,0 Nutzerbewertung
6,0 Service
8,0 Provision (ca. 15%)
7,0 Versicherung
⚠️ nur privat
6,6

Was muss man beim Wohnmobil vermieten beachten?

Jetzt einfach bis zu 30.000 Euro im Jahr verdienen? Ganz so trivial wie in den Anzeigen ist es natürlich nicht.

Wohnmobil vermieten: Der Gründer Dirk Fehse
PaulCamper Gründer Dirk Fehse. Weil die private Vermietung einige Fallstricke hat (aber Potential) hat Dirk aus seinem privaten Fixkostenprojekt die größte Plattform für Camper-Sharing gemacht. / PaulCamper

Rechtliches: Darf ich mein Wohnmobil privat vermieten?

So etwas wie eine private Vermietung gibt es eigentlich nicht. Eine Überlassung gegen Bezahlung ist eine Vermietung. Und wenn eine Gewinnabsicht vorliegt, ist es eine gewerbliche Vermietung. Deshalb muss man beim Vermieten einiges beachten (siehe folgende Abschnitte).

privat vermieten ist nur über eine Plattform möglich
es gibt Risiken
gewerblich benötigt man eine spezielle Versicherung
man sollte dem Finanzamt die Vermietung melden und Belege sammeln

Die Versicherung zum Wohnmobil vermieten

Ohne Kfz-Haftpflichtversicherung geht gar nichts, nicht mal die Anmeldung. Aber für die Vermietung benötigt man zusätzlichen Schutz.

Die Selbstfahrervermietversicherung

In Deutschland müssen Fahrzeuge, die vermietet werden, als Selbstfahrervermietfahrzeuge angemeldet werden. Eigentlich. Denn die Plattformen umgehen dies mit einer tagesaktuellen Zusatzversicherung.

Nur mit einer Selbstfahrervermietversicherung ist sichergestellt, dass die Fahrer versichert sind. Eine solche Versicherung kostet schnell um die 2000 Euro pro Jahr und lohnt sich daher nicht für das gelegentliche Vermieten. Allerdings gibt es auch Vorteile.

Vorteile
  • Du bist nicht auf eine Plattform angewiesen
  • Günstige Vermietung möglich (Freunde, Verwandte)
  • Deutlich höhere Einnahmen
  • Kein “Überziehen” der Versicherung möglich (siehe Risiken)
  • Ersetzt die private Kaskoversicherung
Nachteile
  • Teurere Versicherung weil nicht tagesaktuell
  • Eintragung als Selbstfahrervermietfahrzeug in den Fahrzeugpapieren
  • Niedrigerer Wiederverkaufswert
  • Jährliche TÜV-Pflicht

Tipp: Eine Variante ist, sich über einen Flottenvertrag zu vermieten, das bietet zum Beispiel die Plattform für gewerbliche Anbieter CamperBuddy an (siehe Link). Durch die Sonderkonditionen kostet die Versicherung hier 1210 Euro für Wohnmobile bei einem SB von 1000 Euro.

→ Wenn Du ein Gewerbe anmeldest (und das ist unter Umständen schnell Pflicht), brauchst Du auch eine Selbstfahrervermietversicherung.

Die Veruntreuungsversicherung

Unterschlagung ist nicht gleich Diebstahl. Was ist der Unterschied und warum ist das wichtig?

Während der Diebstahl in vielen Kaskoversicherungen abgedeckt ist, ist es Unterschlagung selten. Gemeint ist, dass der Mieter das Fahrzeug behält oder weiterverkauft. Da man das Fahrzeug ja bewusst überlassen hat, ist das kein Diebstahl. Und selbst wenn man den Käufer findet, ist damit noch nicht alles gut, wie dieser Beitrag des NDR zeigt.

Wenn Du dich selbst versicherst, achte bei der Selbstfahrervermietversicherung darauf, dass Diebstahl und Unterschlagung ausreichend versichert sind. Wenn Du die Plattform-Versicherung nutzt, bist Du bei Yescapa und PaulCamper abgesichert.

Die Versicherung bei den Plattformen

Statt selbst eine Versicherung abzuschließen, kann man über die Plattformen eine tagesgenaue Zusatzversicherung zubuchen. Der Preis ist vom Fahrzeug abhängig, man kann aber mit grob 15 Euro rechnen.

Der große Nachteil: Wird die Vermietung überzogen, gilt die Versicherung nicht mehr. Meist gibt es aber die Möglichkeit Tage nachzubuchen (das muss allerdings rechtzeitig passieren).

Wohnmobil vermieten: Die Versicherung der Plattformen
Auch an rauen Orten abgesichert unterwegs. / Juli Wey für milchplus.de

Wie wichtig die pünktliche Rückgabe oder die Anmeldung einer Verspätung ist, muss man den Mietern also unbedingt kommunizieren.

Nochmal: Sobald Du ein Gewerbe anmeldest, kannst Du diese Plattform-Versicherungen nicht mehr nutzen und brauchst eine Selbstfahrervermietversicherung. Auf der Plattform kannst Du natürlich trotzdem bleiben!

Muss man ein Gewerbe anmelden?

Oft, aber nicht unbedingt. Dieser Punkt wird von unterschiedlichen Finanzämtern unterschiedlich bewertet und kommt auf den individuellen Fall an.

Deshalb bekommst Du auch nirgends eine klare Aussage dazu! In vielen Fällen muss ein Gewerbe angemeldet werden. Die Plattformen hängen das nicht an die große Glocke, weil es natürlich Zusatzaufwand für die Vermieter bedeutet.

Frag dazu bei deinem zuständigen Finanzamt an und/oder kontaktiere eine Steuerberaterin.

“Solange man nicht mehr als 410€ Gewinn pro Jahr damit macht, geht es ohne (Gewerbeanmeldung). Falls das Finanzamt nachfragt, habe ich natürlich alle meine Kosten parat und kann zeigen, dass die Mieteinnahmen diese Kosten allenfalls decken, aber kein Gewinn erzielt wird.”

Nutzer CleverVarioKids2018 im Pösslforumv

Ein Gewerbe muss man anmelden, wenn eine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt. Und das dürfte ja die Idee sein, oder?

Das Finanzamt kann deine Vermietungstätigkeit aber auch als Liebhaberei einstufen. Dann braucht man kein Gewerbe und bekommt auch keines eingetragen. Beide Varianten können Vor- und Nachteile haben.

Wer ein Gewerbe hat, kann seine Ausgaben gegen die Einnahmen rechnen und so die Einkommensteuerlast drücken.

Ausgaben sind etwa: Wertverlust, Reparaturen, Kfz-Steuer, Versicherung. Auch Stellplatzgebühren und Anschaffungen für das Wohnmobil können hier reinfallen.

Wenn Du dein WoMo auch privat nutzt (solltest Du!), kannst Du die Kosten nur anteilig vom Gewinn abziehen: Notiere dir also die gefahrenen Kilometer von Mietern und am Ende des Jahres die prozentuale Quote davon.

Selbst bei relativ viel Umsatz (ca. 8000 Euro/Jahr), kann man einen Verlust errechnen und Steuern sparen. Das Finanzamt macht das aber nur mit, weil es weiß: Das Fahrzeug ist auch gut etwas wert und bei einem Verkauf ist der Gewinn steuerpflichtig.

Gewerbeanmeldung für ca. 30 Euro oft Pflicht
Als Kleinunternehmer (bis 17500 Euro Umsatz / Jahr) keine Ausweisung der Umsatzsteuer / Mehrwertsteuer nötig
Bis 24500 Euro Gewinn typischerweise keine Gewerbesteuer
Geringer Aufwand (aber er ist da) für das Finanzamt
Keine Einkommenssteuer bis 410 Euro über den Ausgaben
Ohne Gewerbe meist einfacher, Vermietung dann aber nur in sehr geringem Umfang möglich

Der Mietvertrag

Wenn Du deinen Camper vermietest, solltest Du definitiv einen Mietvertrag ausfüllen und unterschreiben lassen. Darin sollte mindestens das Folgende vermerkt sein:

Adresse des Mieters
Mietzeitraum
Höhe der Miete
Kaution
Vereinbarung zu gefahrenen Kilometern
Regelung zu Schäden
Versicherungsbedingungen
Verhalten bei Unfällen
Führungsberechtigte
Übernahme der Nebenkosten

Am einfachsten und sinnvoll ist es, einen Standardmietvertrag zu nutzen und gegebenenfalls abzuwandeln. Wenn Du über eine Plattform vermietest, wird dieser Vertrag auch bereitgestellt.

→ Zu den Standardmietbedingungen von Yescapa
→ Zu den Standardmietbedingungen von PaulCamper

Du kannst dich natürlich auch an den Mietbedingungen von professionellen Vermietern orientieren, wie etwa FreewayCamper oder Roadsurfer (Links zu den Testberichten mit den Mietbedingungen).

Übergabeprotokoll

Damit bei der Rückgabe klar ist, welche Schäden schon am Fahrzeug waren, müssen diese notiert werden. Die Plattformen stellen entsprechende Formulare zur Verfügung.

Wichtig ist auch, sich die ausführliche Einweisung bestätigen zu lassen. Dann ist bei einer Fehlbenutzung nämlich der Mieter haftbar. 

Ein Beispiel: Ein Mieter vergisst, abends die Markise einzufahren und der Wind reißt ein Loch hinein. Fahrzeuganbauten sind nicht versichert, die Kosten fallen also voll auf den Mieter zurück – wenn er richtig eingewiesen wurde.

Alles lieber doppelt erklären
Vormachen und vormachen lassen
Einweisung bestätigen lassen
Zustand und Ausstattung festhalten
Übergabe der Dokumente und Schlüssel festhalten
Vermerk zu der Kilometerregelung

Auch die Übergabeprotokolle werden von den Plattformen zur Verfügung gestellt (für angemeldete Vermieter) und du findest auch Vorlagen im Internet.

Ein Übergabeprotokoll kannst Du zum Beispiel hier herunterladen.

Denke auch daran, die notierten Beschädigungen durch Fotos zu belegen.

Kaution

Es ist üblich, vor der Fahrzeugübergabe eine Kaution einzufordern. Oft entspricht die Höhe dem Selbstbehalt der Versicherung. Das ist aber nicht das gleiche!

Die Kaution wird (teilweise) einbehalten, wenn das Fahrzeug nicht wie im Mietvertrag vereinbart zurückkommt:

Etwa wenn der Innenraum nicht gereinigt wurde
Wenn der Fäkalientank nicht gereinigt wurde
Wenn der Tank nicht voll ist

Für diese und weitere Fälle sollten feste Gebühren vorab vereinbart werden. Diese kannst Du dann von der Kaution abziehen.

Risiken: Was kann schlimmstenfalls passieren?

Das Vermieten von Wohnmobilen ist nicht ganz ohne. Das kann man beispielsweise daran sehen, dass nur wenige Versicherer überhaupt Selbstfahrervermietversicherungen anbieten.

Das Problem: Es gibt viele Möglichkeiten für Differenzen und bei der Klärung steht meist Aussage gegen Aussage. 

Auch gehen die Erwartungen von Mietern und Vermietern oft auseinander.

Wer “privat” mietet, rechnet oft mit Kulanz seitens des Vermieters
Viele Mieter sind Camping-Anfänger
Eine gründliche persönliche Einweisung ist das A und O
Geht das Fahrzeug unterwegs kaputt, muss man sich darum kümmern
Bei einem Schaden fallen evtl nachfolgende Vermietungen aus
Schäden führen oft zu schlechten Bewertungen, weil die Mieter das Risiko unterschätzen und die Mietbedingungen nicht gut kennen

Die Plattform PaulCamper schreibt etwa zu den Risiken für Vermieter:

“Wir raten jedem Vermieter und jeder Vermieterin, dass unternehmerische Risiko im Vorfeld der ersten Vermietung abzuwägen und den Fahrzeugzustand vor jeder Vermietung zu überprüfen, um Verschleißschäden und die damit einhergehenden Kosten zu vermeiden.”

Das Quality Assurance Team von PaulCamper als Antwort auf eine schlechte Bewertung durch eine Vermieterin.

Das sind die größten Risiken:

Das Fahrzeug wird geklaut: Auf die Versicherung achten
Das Fahrzeug wird unterschlagen und weiterverkauft. Ebenfalls auf die Versicherung achten
Das Fahrzeug wird für Schmuggel oder kriminelle Aktivitäten benutzt (und vom Zoll auseinander genommen…)
Schäden durch unsachgemäße Benutzung
Schäden werden nicht angegeben (Beispielsweise Diesel im Wassertank, Gesundheitsrisiko)
Verdienstausfälle durch Schäden
Schon fällige Provisionen werden von den Plattformen bei Ausfall nicht zurückerstattet
Je nach Regelung: Stornierungsrisiko

→ In der Regel ist der Mieter haftbar. Aber was, wenn er verschwindet oder die Anmietung unter falschem Namen lief? Beides solltest Du ausschließen können, bevor Du die Schlüssel übergibst.

→ Die meisten dieser für deinen Camper doch existenziellen Risiken kannst Du minimieren, wenn Du dir deine Mieter aussuchst. Und das ist vor allem bei den Plattformen gut möglich. Lass dir unbedingt ein Ausweisdokument zeigen und gleiche es ab mit der Person!

Was kann man verdienen: Eine Kalkulation

Diese Kalkulation orientiert sich an der Vermietung eines hochwertigen Campers, der aber schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat: ein zum Zeitpunkt der Vermietung sechs Jahre alter VW T5 California mit knapp 80.000 Kilometern auf Karosserie und Gelenken.

Am Textende haben wir einen Rechner angehängt, den Du mit deinen eigenen Zahlen füttern kannst!

Mit welchen Einnahmen kann man rechnen?

Als Erstes muss man sich überlegen, wie viel man den Camper überhaupt vermieten will. Das Ziel könnte zum Beispiel sein, die Nebenkosten zu erwirtschaften, um selbst umsonst fahren zu können.

Wirklich sinnig ist die Vermietung erst ab ca. 40 Tagen. Durchschnittlich wird ein Camper bei PaulCamper an etwa 80 Tagen vermietet.

Den Tagespreis kannst Du selbst bestimmen. Er chargiert in der Regel zwischen 60 und 150 Euro, abhängig vom Fahrzeugmodell, dem Zustand, der Ausstattung und von der Saison.

FahrzeugEinnahmen pro TagBei 40 TagenBei 80 Tagen
Mini-Camper55€2200€4400€
Selbstausbau70€2800€5600€
Qualitäts-Camper85€3400€6800€
Kastenwagen100€4000€8000€
Wohnmobil115€4600€9200€

→ Wer über eine Plattform vermietet, kann etwa 55% dieser Einnahmen behalten. Der Rest sind Provision und Versicherung. Wenn man die Versicherung selbst abschließt, bleiben 80%. Wobei man die Versicherungskosten natürlich trotzdem gegenrechnen muss.

Welche Kosten entstehen beim Camper vermieten?

Plattform-Provisionen: ca. 20 bis 30 % des Gesamtpreises
Versicherung: ca. 25 bis 30 % des Gesamtpreises
Wertverlust: schwer zu beziffern in unserem Fall knapp 2000 Euro / Jahr
Instandhaltung: ca. 1000 Euro / Jahr

Teilweise fallen diese Kosten auch an, wenn man den Camper nicht vermietet. Die entscheidende Frage ist, ob die Einnahmen den Mehraufwand rechtfertigen!

Kosten Kalkulation für das private Vermieten

Die Kalkulation für einen T5 California mit wenig Kilometern. Richtig Sinn ergibt die Überlegung, wenn man drei Varianten durchspielt: 

Private Vermietung über Plattform
Vermietung mit Selbstfahrervermietversicherung
Kosten ohne Vermietung
Plattform
Selbstständig
Keine Vermietung
PostenBetrag / Jahr
KFZ Versicherung− 600 €
KFZ Steuer− 210 €
Instandhaltung− 1000 €
Wertverlust− 2000 €
Versicherung via Plattform (80 Tage)− 1250 €
Provision für Plattform (80 Tage)− 1020 €
Mieteinnahmen (80 Tage)+ 6800 €
Gewinn+ 720 €
PostenBetrag / Jahr
Selbstfahrervermietversicherung− 1210 €
KFZ Steuer− 210 €
Instandhaltung− 1000 €
Wertverlust− 2000 €
Versicherung via Plattform (80 Tage)0 €
Provision für Plattform (80 Tage)0 €
Mieteinnahmen (80 Tage)+ 6800 €
Gewinn+ 2380 €
PostenBetrag / Jahr
KFZ Versicherung− 600 €
KFZ Steuer− 210 €
Instandhaltung− 750 €
Wertverlust− 1500 €
Versicherung via Plattform (80 Tage)0 €
Provision für Plattform (80 Tage)0  €
Mieteinnahmen (80 Tage)0 €
Verlust− 3060 €

Fazit: Was kann man beim Wohnmobil vermieten verdienen?

Diese Kalkulationen haben selbstverständlich viele Variablen und du musst sie für dich selbst durchrechnen (und wir haben dir dafür die Kalkulation als Rechner gebaut!).

Beispielsweise kann man überlegen, nur eine Kfz-Haftpflichtversicherung abzuschließen, wenn man über eine Plattform vermietet. Dann sinken die Kosten dafür beträchtlich.

Auch der Wertverlust war in den vergangenen Jahren kaum zu beobachten, weil Camper immer teurer wurden.

Das Ergebnis unserer Kalkulation (T5 Qualitäts-Camper, 80 Tage)

Keine Vermietung: 3060 Euro Verlust
Vermietung über Plattform: 720 Euro Gewinn
Selbstständige Vermietung: 2380 Euro Gewinn

→ Entscheidend ist die Differenz aus Vermieten und Nicht-Vermieten. Und da kommt schon etwas zusammen.

Vermietung über eine Plattform: 720 − (−3060) = 3780 Euro Differenz
Selbstständige Vermietung: 2380 − (−3060) = 5440 Euro Differenz
Bei der Vermietung über eine Plattform lassen sich ca. die Fixkosten verdienen
Bei der selbstständigen Vermietung bleibt zusätzlich ein kleiner Gewinn
Geht man von 100 Stunden Arbeit für die 80 Tage Vermietung aus (Übergabe, Reinigung, Wartung, Werbung, Kommunikation) ist man bei 38 Euro Stundenlohn bei der Vermietung über eine Plattform

Also. Auf den ersten Blick mag sich die Vermietung kaum rechnen. Allerdings übersieht man leicht, dass man mit einem Wohnmobil recht hohe Fixkosten hat. Diese kann man durchaus reinholen! Nicht eingerechnet ist das Risiko, das eine Vermietung in sich trägt.

Hier kannst Du deinen Gewinn kalkulieren!

Wohnmobil privat Vermieten: So geht’s

Du möchtest ausprobieren, ob sich die Sache lohnt? Für den Anfang empfiehlt es sich, sich bei einer Plattform anzumelden. Nutze unseren Vergleich (oben), um die passende zu finden, oder probiere mehrere aus.

Wohnmobil vermieten: Wie geht das eigentlich
Starte deine Vermietungsreise und mache andere mit deinem Camper glücklich. / Juli Wey für milchplus.de

Als Erstes musst Du dir überlegen, wieviel Du vermieten willst, und ob Du dafür ein Gewerbe anmeldest. Frag am besten deine Steuerberaterin.

Wenn Du die Sache ausprobieren willst, dann vermiete anfangs am besten so wenig, dass die Fixkosten die Einnahmen übersteigen.

Melde dich bei einer Plattform an. In Deutschland ist PaulCamper die beste für die private Vermietung
Gib sorgfältig alle Daten zu deinem Camper an und schreibe einen netten Text zu dir
PaulCamper überprüft dich und deine Angaben, um eine hohe Vermieterqualität zu gewährleisten
Vor der ersten Vermietung musst Du dich noch um eine adäquate Ausstattung kümmern. Führe Buch über deine Kosten und dein Inventar!
Wenn du genehmigt bist, kannst Du deine Anzeige aktivieren
Wähle einen realistischen Preis und überlege dir, ob du zusätzlich zu den Mietbedingungen noch Regelungen brauchst
Mach gute und aussagekräftige Fotos
Überlege dir, wann Du vermieten willst und blockiere deine Reisezeiten (mit Puffer!)
Stelle anfangs nicht die Sofortbuchung ein, sondern schaue häufig in den Account, um schnell zu antworten. So kannst Du potenzielle Mieter überprüfen
Wähle unkomplizierte Mieter und lass dir etwas über die geplante Reise erzählen
Triff dich anfangs vorab, um den Mietern ausführlich und ohne Reisestress deinen Camper zu zeigen
Mach eine möglichst umfangreiche Einweisung
Lass dir frühzeitig die Kaution überweisen
Führe eine Excel-Tabelle mit deiner Kalkulation und überprüfe regelmäßig, ob sich dein Plan erfüllt
Beste Plattform!
PaulCamper im Test: Das Logo
✅ Fixkosten finanzieren
✅ Große Reichweite
✅ Mieter aussuchen
✅ Versicherung inklusive
✅ Vertrag, Übergabeprotokoll etc.
7,9

So wirst Du zum perfekten Vermieter

Das richtige Wohnmobil

Camper und Wohnmobile boomen auch weiterhin. Einige Modelle sind aber besonders beliebt. PaulCamper hat aus den Vermietungsdaten sogar einen eigenen Camper destilliert, den Van Paul (siehe Titelbild).

je einfacher der Camper, desto weniger kann kaputt gehen
bei Vermietungen ist der Grand California oft am beliebtesten
generell gehen vor allem Kastenwagen (CUVs / Camper / Campingbusse) besonders gut
Camper
Kastenwagen
Wohnmobile
VW T6.1 California Ocean
Mercedes-Benz Marco Polo
Hymer Ayers Rock
VW Grand California
Knaus Boxstar
Weinsberg Carabus
Pössl 2Win2Plus
Eura Mobil Activa One
Knaus Sky Traveller
Hymer Van
Dethleffs Globevan

Einige Marken stehen für Zuverlässigkeit und sehr gute Verarbeitung und sind daher beliebt bei Käufern und Mietern: Bürstner, Dethleffs, Hobby, Hymer/Eriba, Knaus-Tabbert u.a.

Die Ausstattung

Wohnmobil vermieten: Die Küchenausstatttung
Ganz so viel muss es nicht sein. Aber eine gute Küchensausstattung macht Freu(n)de unterwegs. / Luca Brück für milchplus.de

Bei PaulCamper wird man als Vermieter dazu verpflichtet, eine vollständige Campingausstattung bereitzustellen:

Schlaf- und Kochmöglichkeit
Kühlschrank bzw. Box
Campinggeschirr
Campingstühle und Tisch
Ausreichend Gas zum Kochen

Bei Yescapa sieht die Sache ganz ähnlich aus. Aber egal, ob Du über eine Plattform oder eigenständig vermiest, bei der Campingausstattung kannst Du dich hervortun. So bekommst Du sehr gute Bewertungen und kannst auch den Mietpreis sukzessiv anheben:

Achte auf eine sehr gute Küchenausstattung. Verlinkt ist unser Ratgeber, Du kannst aber zum Beispiel auch bei Profis gucken, was dabei ist, etwa bei Vantopia.
Achte darauf, dass Hygiene- und Fahrzeugzubehör vollständig sind (Adblue Trichter!)
Zusätzlich könntest Du Bettwäsche bereitstellen
Reiseführer und Spiele kommen gut an
Eine kleine Reise-Gewürzbox ist der Hit
Besonders in Erinnerung bleibt ein Willkommenspaket mit zum Beispiel zwei Flaschen Lieblingsbier, einer Packung Nudeln, einem hochwertigen Pesto, einem Kaffee.

Fotos, Fotos, Fotos

Mache soviele Fotos, wie dir die Plattform zugesteht. Und achte darauf, dass sie aussagekräftig und vorteilhaft sind – dabei aber nichts falsch darstellen.

Wohnmobil vermieten: Gute Bilder machen
Ein gutes Galeriebild zeigt den Camper in seiner natürlichen Umgebung. / Yescapa

Wartungen, Füllstände & Einweisung

Ganz wichtig ist, dass dein Camper stets perfekt vorbereitet ist. Übergib ihn so, wie Du selbst einen längeren Urlaub antreten würdest. Das bedeutet auch, Verschleißteile frühzeitig zu tauschen.

Planbare Wartungen frühzeitig machen und einplanen
Verschleißteile häufiger tauschen
Vor jeder Vermietung die Füllstände kontrollieren

→ Bei Pannen trägt der Vermieter die Kosten, wenn es sich um Verschleißerscheinungen handelt. Außerdem sind die für Mieter natürlich sehr unangenehm. Das wichtigste aber: Kommt es zu einer Panne, ist dein Zeitplan meist im Eimer.

Du hast es häufig mit unerfahrenen Campern zu tun. Erkläre also alles ausführlich und gehe nicht davon aus, dass die Leute zum Beispiel wissen, welches der Dieseltank und welches der Wassertank ist.

Erfahrene Vermieter nehmen sich eine Stunde oder sogar mehr Zeit für die Einweisung. Wichtig: Kommuniziere das auch deinen Mietern, denn die wollen ja so schnell es geht in den Urlaub!

Der Service

Schau dir Bewertungen auf den Plattformen und bei Camper-Vermietern an. Was loben die Leute, was wird kritisiert? Kleinigkeiten machen hier oft einen großen Unterschied!

Top
  • Ausführliche Infos zu Camper und Ausstattung
  • Ausführliche Einweisung
  • Sauberer, gepflegter Zustand
  • Erreichbarkeit (telefonisch oder per Kurznachrichtendienst) unterwegs
  • Offenheit & Freundlichkeit
  • Vorab Besichtigung ermöglichen
  • Zeitliche Flexibilität bei Übergaben
  • Stellplatztipps
Flop
  • Keine/unvollständige Infos zu Camper und Ausstattung
  • Unzuverlässigkeit
  • Schlechte Erreichbarkeit
  • Unfreundlichkeit
  • Tanks nicht voll
  • Ausstattung unvollständig (“PaulCamper-Versprechen”)
  • Falsche Angaben
  • Schlechter Wartungszustand
  • Beanstandungen nach der Rückgabe
  • Kaution nicht zeitnah zurücküberweisen

Feedback sammeln

Die sehr gute Camper-Vermietung CamperBoys hat uns neulich ihr Geheimnis verraten: Sie sind exzessive Feedbacksammler. 

Wohnmobil vermieten: Feedback sammeln
Genug Platz auf der Tribüne für Snacks und Getränke? / Juli Wey für milchplus.de

Frage bei deinen Mietern nach, was ihnen gefallen hat und was nicht. Welche Ausrüstung sie gebraucht haben, was sie vermisst haben und was Du noch besser machen kannst.

Sofortbuchungen zulassen

Fragezeichen. Wenn Du deine Auslastung erhöhen willst, solltest Du über diese Funktion nachdenken. Bei den Plattformen läuft es nämlich eigentlich so: Die Mieter stellen dir für einen freien Zeitraum eine Anfrage. Und die kannst Du annehmen oder ablehnen.

Wohnmobil vermieten: Die Sofortbuchungsoption
Wer die Sofortbuchung anbietet, wird optisch und vom Algorhytmus hervorgehoben. / Screenshot von PaulCamper, 07.02.2022

Sofortbuchungen sind attraktiv, weil sie den Mietern Planungssicherheit geben und sie die Campermiete sofort abschließen können. Allerdings kannst Du dann die Mieter nicht vorab unter die Lupe nehmen – und das ist eigentlich der große Vorteil auf Plattformen.

Richtig kalkulieren

Das private Camper Vermieten lohnt sich – solange nichts passiert. Dass es ein Risiko gibt, verschleiern auch die Plattformen nicht. Aber sie hängen es auch nicht an die große Glocke.

Damit das Vermieten das Risiko wert ist, sollte man richtig kalkulieren:

Arbeitsaufwand einbeziehen (ca. 4h pro Vermietung)
Erhöhten Wertverlust einrechnen
Verschleiß einrechnen
Risiko einbeziehen

Erfahrungen zum Wohnmobil privat vermieten

Es hilft sehr bei der Überlegung, sich Erfahrungsberichte durchzulesen. Allerdings kann man dann auch zu dem Schluss kommen, dass einem das Risiko zu groß ist.

Diesen Bericht mit positivem Fazit fanden viele Leser sehr hilfreich:

“Wir haben unsere erste Saison 2020 hinter uns und waren von Mai bis in den November hinein quasi ausgebucht. Es waren um die 14 Vermietungen. Wir haben eigentlich durchweg positive Erfahrungen gemacht. Bis auf einmal, wo die Meinung über den Zustand „sauber“ seitens Mieter und mir auseinander gingen. Da vor der Vermietung meinerseits eh sauber gemacht und desinfiziert wird: Schwamm drüber. Ich denke, dass man sich ausreichend Zeit für eine Einweisung nehmen sollte. Bei mir dauert sie je nach Vorkenntnis schon mal 90 Minuten. Auch kann man mich von unterwegs immer anschreiben oder anrufen wenn Fragen oder Probleme auftreten. Ich hatte keinerlei Schäden durch Fehlbedienung, Markise vergessen, etc. Zum Finanziellen: Aufgrund der unklaren Corona Lage hatten wir uns für PaulCamper entschieden, da wir das Risiko der teuren Selbstfahrervermietversicherung scheuten. Hier gingen dann gut 1/3 der Mietsumme für Provision und Versicherung weg. Trotzdem kamen wir mit einer (gewollten) schwarzen Null aus dem Jahr. Dies war bewusst und auch OK, dieses Jahr läuft es über die eigene Versicherung und ohne Provisionen.“

Nutzer InkOB / Pösslforum

Man findet allerdings auch viele unglückliche Vermieter. Oft wird bemängelt, dass die Plattformen bei Problemen nicht wirklich unterstützen. Als Vermittler dürfen sie das schlicht auch nicht. Das ist aber wenigen Mietern und Vermietern bewusst. Der Vertrag wird zwischen Vermieter und Mieter abgeschlossen!

“Das Risiko wird gnadenlos abgewälzt! Ich hätte wohl mal besser im Vorfeld hier die kritischen Reaktionen gelesen – dann hätte ich vermutlich gleich die Finger davon gelassen meinen Bulli zur Vermietung anzubieten. Auch in meinem Fall kam es während der Miete zu einem Schaden. Wie es der Zufall will ganz am Anfang der Mietzeit. Dass ich als Vermieter schließlich ALLEINE dafür herangezogen werde, dem Mieter seine Kosten zu erstatten finde ich nicht angebracht.”

Axel U. via Trustpilot (Okt. 2021)

“Bei Problemen keine Hilfe, Provision ist ja bereits gezahlt. Paulcamper ist ein gutes Portal für Mieter aber ein ganz mieses für Vermieter. Sobald man Probleme mit seinem Wohnmobil oder einem Mieter hat wird man gnadenlos alleine gelassen. Paulcamper ist ab der Vermittlung nur wichtig die Vermittlungsprovision einzustreichen, was danach kommt interessiert die Leute von Paulcamper nicht mehr. Sehr gierig und nicht hilfsbereit. Absolut nicht zu empfehlen!”

H.M. via Trustpilot (Sept. 2021)

Und auch bei einer Vermietung ohne Plattform kann es immer Ärger geben. Viele Vermieter lassen es deshalb nach einer gewissen Zeit wieder.

“Moin, ich habe vor langer Zeit meine Womos vermietet. Mein Kumpel und ich hatten je zwei Stück. So konnten wir uns die Mieter zuschieben, ohne große Lücken in der Hauptsaison. Man muss gute Nerven haben und das Fz. nicht besonders lieben, dann geht es. Nach 6 oder 7 Jahren hat das Fia dann gestänkert, weil wir mit unseren Verlusten die Lohnsteuer zu deutlich reduzierten. Aber Ärger hatten wir auch genug mit den Mietern. Ich erinnere mich noch an einen Motorschaden, wo der 18 jährige Sohn des Mieters sich verschaltete und den Motor erledigte. Dann zweimal Diesel im Wassertank, einmal Alkoven gegen Brücke, einmal Heck gegen Markise eines Cafes in Südfrankreich. Kleinere Beulen, div. Schäden im Innenraum etc. kamen immer wieder vor. Ich will daher nur sagen, dass diejenigen, bei denen nach 6 Jahren das Auto noch wie neu aussieht, nicht an Vermietung denken sollten. Zu diesem Personenkreis gehöre ich mittlerweile auch.”

Nutzer onefinger / Pösslforum

Welche Schlüsse kann man daraus ziehen?

Das Risiko wird oft unterschätzt
Mieterauswahl ist wichtig
Ausführliche Einweisung ist wichtig
Lange Mieten sind lukrativer als kurze Mieten
Besonders reizvoll ist die Vermietung, wenn Du gerne außerhalb der Hauptsaison vermietest
Viele Vermieter fangen auf einer Plattform an und wechseln dann

Wohnmobil vermieten: Unser Rechner für Kosten und Gewinn

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Häufige Fragen

Welche Camper vermieten sich am besten?

Die beliebtesten Camper sind der VW T6.1 California und der Mercedes Marco Polo. Auch der Grand California ist sehr gefragt, es gibt ihn aber erst nach und nach von privaten Vermietern. Grundsätzlich kommen qualitativ hochwertige Camper am besten an. Allerdings kann bei denen auch mehr kaputtgehen.

Kann man mit Wohnmobilvermietung Geld verdienen?

Ja, klar geht das. Allerdings ist es auch mit Aufwand verbunden. Was relativ gut machbar ist, ist die Fixkosten reinzuholen. Allerdings lässt sich erst am Ende sagen, ob sich die Sache wirklich gelohnt hat. Der Wertverlust und das Risiko bei einer Vermietung sind nämlich nur bedingt zu kalkulieren.

Was verdient man mit Paul Camper?

PaulCamper gibt den Durchschnittsumsatz mit ca. 8000 Euro an. Allerdings müssen davon alle Fixkosten abgezogen werden. Bei einer Vermietung eines Campingbusses an 80 Tagen im Jahr bleiben unter dem Strich gut 1000 Euro Gewinn. Klingt wenig? Wenn Du nicht vermietest, hast Du einen Verlust von ein paar tausend Euro. Die Frage ist, ob es sich für die Differenz lohnt.

Was ist eine Selbstfahrervermietversicherung?

Mietfahrzeuge brauchen eine spezielle Versicherung, nämlich die Selbstfahrervermietversicherung. Die ist deutlich teurer als eine normale Kfz-Versicherung, einfach, weil es bei Vermietungen viel häufiger zu Schäden kommt. Die Gründe dafür sind einfach zu benennen: Wer einen Camper mietet, hat keinen eigenen und ist den Umgang damit nicht gewohnt. Außerdem fahren viele unterschiedliche Personen mit dem Camper. Und die Laufleistung ist oft sehr hoch. In Urlaubszeiten ist außerdem viel Verkehr.

Was ist eine Veruntreuungsversicherung?

Wenn dein Mieter dein Wohnmobil unterschlägt, also einfach behält, oder sogar weiterverkauft, dann ist das kein Diebstahl, sondern eben Unterschlagung. Und wenn der Mieter verschwindet oder kein Geld von ihm zu bekommen ist, dann ist das ziemlich blöd. Für diesen Fall solltest Du unbedingt eine Veruntreuungsversicherung haben.

Darf ich mein Wohnmobil vermieten?

Ja, das geht. Sein eigenes Wohnmobil kann man relativ unkompliziert vermieten. Diese Frage hängt meist eng damit zusammen, ob man privat vermieten darf, also ob man eine Gewerbeanmeldung braucht. Pauschal lässt sich das leider nicht sagen. Aber in geringfügigem Umfang sollte es kein Problem sein. Allerdings nur über eine Plattform. Vermietest Du gewerblich oder auf eigene Faust, brauchst Du unbedingt eine Selbstfahrervermietversicherung! 

Muss ich ein Gewerbe anmelden?

Grundsätzlich empfiehlt es sich, die Vermietertätigkeit beim Finanzamt anzugeben. Dieses entscheidet dann, ob Liebhaberei oder eine Gewerbetätigkeit vorliegt. Allerdings muss nur der Gewinn versteuert werden. Einkommensteuer wird nicht fällig, solange die Vermieteinnahmen nur die laufenden Kosten decken wie Versicherung und Reparaturen. Spätestens ab einem jährlichen Reingewinn über 410 Euro sollten Vermieter sich aber den Rat eines Steuerberaters holen.
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Luca Brück

Luca ist ein Tee trinkender Surfrabauke aus dem Schwarzwald. Seine Brötchen, den Tee und die Surfboards verdient er als Journalist und Blogger. Aktuell lebt und schreibt Luca in Oldenburg.

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