Wohnmobil mieten Österreich

Wohnmobil mieten Österreich: Anbieter-Vergleich 2022

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Die Lust nach nach dem Unterwegs ist auch in Österreich weit verbreitet. Vor vielen der pittoresken alten Bauernhäuser (Zillertal) und der modernen Glas/Beton Bungalows (Vorarlberg) steht das rollende Zweitheim. Aber auch wer kein eigenes WoMo hat, muss nicht verzagen: Es gibt attraktive Möglichkeiten für die Leihe, im ganzen Land.

Titelbild: Camperea

Top 10 Wohnmobilvermieter für Österreich im Vergleich

Österreich ist kein riesiges Land, aber auch wieder nicht klein genug, als dass ein Wohnmobilvermieter in Wien für alle reichte – welcher der beste Vermieter ist, hängt also eigentlich immer davon ab, wo man mieten möchte. Und auch davon, was man mieten möchte (siehe dazu das Tool oben).

Es gibt mehrere sehr gute kleine Vermieter, die sich Transparenz, umfangreiche Ausstattung und eine bequeme Online-Buchung auf die Fahne schreiben. Zu nennen wären hier Pervenio, Camp4Rent und vor allem die Fernwehcamper. Unter den größeren Vermietern sehen wir Roadsurfer vorn, aber auch Camperea und Gebetsroither sind stabil, wie es in der Neustadt heißt. Eine sehr gute Option ist auch die private Miete über die Plattform PaulCamper.

Testsieger
1

Roadsurfer

9,0 Kundenzufriedenheit
8,0 Inkl.-Leistungen
8,0 Versicherung
7,5 Fahrzeuge
9,5 Website & Buchung
8,5 Storno & Umbuchen
8,0 Preise
Online-Buchung
8,4
2
Wohnmobil mieten Österreich: Der Vermieter Camperea

Camperea

8,0 Kundenzufriedenheit
8,5
Inkl.-Leistungen
7,0
Versicherung
9,0 Fahrzeuge
8,0 Website & Buchung
7,0
Storno & Umbuchen
7,5
Preise
Online-Anfrage
7,9
Private Miete
3

PaulCamper

7,5 Kundenzufriedenheit
8,0 Versicherung
6,5 Fahrzeuge
9,0 Website & Buchung
8,0 Storno & Umbuchen
7,0 Preise
Online-Buchung
⚠️ Plattform
7,7
4

Fernweh Camper

9,0 Kundenzufriedenheit
9,0
Inkl.-Leistungen
7,0
Versicherung
9,0 Fahrzeuge
7,0 Website & Buchung
6,0
Storno & Umbuchen
6,5
Preise
Online-Anfrage
7,6
5
Wohnmobil mieten Österreich: Der Anbieter Pervenio

Pervenio Camping

9,5 Kundenzufriedenheit
9,5
Inkl.-Leistungen
8,0
Versicherung
5,5 Fahrzeuge
7,0 Website & Buchung
6,5
Storno & Umbuchen
6,5
Preise
Online-Anfrage
7,5
6
Wohnmobil mieten Österreich: Der Anbieter Gebethsroiter

Gebetsroither

9,5 Kundenzufriedenheit
6,0 Inkl.-Leistungen
7,5
Versicherung
9,5 Fahrzeuge
8,0 Website & Buchung
4,5
Storno & Umbuchen
6,5
Preise
Online-Anfrage
7,4
7
Wohnmobil mieten Österreich: Die Plattform Campanda

Campanda

8,0 Kundenzufriedenheit
7,0 Versicherung
7,5 Fahrzeuge
8,0 Website & Buchung
6,5 Storno & Umbuchen
6,5 Preise
Online-Buchung
⚠️ Plattform
7,3
8
Wohnmobil mieten Österreich: Der Anbieter Camp4Rent

Camp4Rent

9,5 Kundenzufriedenheit
8,0 Inkl.-Leistungen
7,5 Versicherung
5,5 Fahrzeuge
6,5 Website & Buchung
4,5 Storno & Umbuchen
8,5 Preise
Online-Anfrage
7,1
9
Wohnmobil mieten Österreich: Der Anbieter Indie Campers

Indie Campers

5,0 Kundenzufriedenheit
6,5 Inkl.-Leistungen
6,5 Versicherung
6,5 Fahrzeuge
9,0 Website & Buchung
7,5 Storno & Umbuchen
7,5 Preise
Online-Buchung
⚠️ Vermieter & Plattform
6,9
10

Flying Dog

8,5 Kundenzufriedenheit
6,0 Inkl.-Leistungen
7,5 Versicherung
6,5 Fahrzeuge
6,0 Website & Buchung
5,5 Storno & Umbuchen
8,5 Preise
Online-Anfrage
6,9

Wie wurde im Vergleich bewertet?

Die Bewertungen ergen sich aus den gemittelten Faktoren, die auch jeweils von 1 bis 10 bewertet werden.

Kundenzufriedenheit: Vielleicht der wichtigste Faktor. Wie sind die Erfahrungswerte. Bei Anbietern mit mehreren Standorten spielt beides eine Rolle, der Service vor Ort und die Zufriedenheit mit dem Unternehmen als Ganzem.

Fahrzeugauswahl: Dieser Punkt umfasst die Breite der Fahrzeugkategorien, den Zustand der Fahrzeuge, die Qualität der Fahrzeuge, ihre Ausstattung und die gesamte Anzahl an verfügbaren Fahrzeugen.

Inklusivleistungen: Was ist alles in Grundpreis und Servicepauschale enthalten? Interessant sind die Kilometer, die Küchenausstattung, die Bettwäsche, Parkgebühren und vieles mehr.

Versicherung: Wie hoch ist der Selbstbehalt der inkludierten Versicherung? Gibt es Upgrade-Pakete? Und was kosten die, falls ja?

Website & Buchung: Wie übersichtlich ist die Seite gestaltet, wie sind die Informationen aufbereitet, wie funktioniert die Suchmaske, wie die Buchung?

Storno & Umbuchung: Wie sind die Gebühren für eine Stornierung, gibt es eine Covid-Regelung?

Preise: Wie sind die Preise?

Was ist besser: Private Miete oder professionelle Vermieter?

Plattformen mit privaten Vermietern sind in zweierlei Hinsicht interessant: Einerseits können sie helfen, den stark fragmentierten Wohnmobil-Mietmarkt übersichtlicher zu gestalten, andererseits geben sie auch Privatvermietern und kleinen Vermietungen Sichtbarkeit. Gerade wenn es (noch) nicht so viele gute Wohnmobilvermieter gibt, sind sie einen Blick wert.

Für die Plattformen spricht: 
oft etwas günstiger (die Plattformen mit privaten WoMos)
auch kurzfristige Verfügbarkeiten
gute Online-Buchung
individuelle Wohnmobile
Standorte in ganz Österreich
einige Fahrzeuge mit guten Stornierungsoptionen (nicht alle!)

Für die Direktvermieter spricht:
neuere Fahrzeuge (nicht bei Plattformen mit prof. Vermietern)
keine Zusatzkosten durch die Plattform
weniger Pannen (bei älteren Fahrzeugen)
weniger vorab Kommunikation (wenn der Anbieter eine Online-Buchung hat
einheitliche Vermietbedingungen

→ Die Plattformen verbessern ihren Service laufend, etwa in Bezug auf eine gute Versicherungslösung. Ein Blick auf die Plattform lohnt in jedem Fall. Ob es passende Fahrzeuge gibt (die auch eine “Corona Stornierung” anbieten), sieht man schnell.

Wohnmobil Vermieter in Österreich: Wo sind die Standorte?

Die Mehrzahl der Wohnmobilvermieter in Österreich sind lokale Autohäuser oder Camping-Spezialisten. Viele davon sind zu empfehlen. Disruptive Vermieter mit einer bequemen Online-Buchung, einfachen, transparenten Mietbedingungen  und mehreren Standorten gibt es in Österreich bisher kaum, aber sie kommen. In der Karte finden sich daher die lokalen Empfehlungen.

#Blau: Redaktionsempfehlung
#Grün: Preis-Tipp
#Schwarz: Ohne Hervorhebung

→ Mit einem Klick auf den Marker öffnet sich eine Kurzbeschreibung des Vermieters.


Die Testsieger im Detail

#1. Platz: Roadsurfer

8.4milchplus.de
Bulli und Camper Spezialist
Roadsurfer ist ein Spezialist für die Reibungslose Bulli-Vermietung. Aber es gibt auch einige größere Mobile im Angebot. Nur wer nach einem richtigen Alkoven oder Integrierten sucht, muss weiterschauen. In Österreich ist Roadsurfer auch noch vergleichsweise günstig.
Kundenzufriedenheit
9
Inklusivleistungen
8
Versicherung
8
Fahrzeuge
7.5
Website & Buchung
9.5
Storno & Umbuchen
8.5
Preise
8
Vorteile
  • Sehr hohe Kundenzufriedenheit
  • Sehr guter Service
  • Neue Camper
  • Alle Kilometer inkl.
  • CO2-Kompensation
  • In Graz und Wien
Nachteile
  • Kaum größere WoMos
  • Etwas eingeschränkte Zeiten

→ Zum Testbericht für Roadsurfer

#2. Platz: Camperea

Wohnmobil mieten Österreich: Der Testsieger Camperea
7.9milchplus.de
Sehr guter Vermieter in Wien
Viele verschiedene Camper und Wohnmobile, eine aufgeräumte Website, vor allem aber viele Inklusivleistungen, faire Preise und ein guter Service. Noch gibt es die Camperea Camper nur in Wien, weshalb lokal natürlich andere Vermieter die bessere Wahl sind.
Kundenzufriedenheit
8
Inklusivleistungen
8.5
Versicherung
7
Fahrzeuge
9
Website & Buchung
8
Storno & Umbuchen
7
Preise
7.5
Vorteile
  • Breite Auswahl
  • Viel inklusive
  • Corona-Stornierung
  • Sehr guter Service
  • Kundenzufriedenheit
  • Gutes Basispaket
Nachteile
  • Nur in Wien
  • Nur von April bis Oktober
  • „nur“ 300 Km/Tag
  • Ab 25 Jahren
  • Rückgabe bis 10 Uhr

→ Zur Website von Camperea

#3. Platz: PaulCamper

7.7milchplus.de
Private Campermiete
PaulCamper ist eine Plattform für die (überwiegend) private Camper und WoMo-Miete. Dabei vermittelt der Anbieter in der Regel die Buchung und die Versicherung. Mittlerweile funktioniert das sehr gut. Weil viele Camper nicht mehr ganz neu sind, sind Pannen etwas häufiger als bei den professionellen Vermietern.
Kundenzufriedenheit
7.5
Versicherung
8
Fahrzeuge
6.5
Website & Buchung
9
Storno & Umbuchen
8
Preise
7
Vorteile
  • Viele private Camper
  • Sympathische Vermiteter
  • Oft gute Ausstattung inkl.
  • Individuelle Wohnmobile
  • Schnäppchen möglich
Nachteile
  • Hohe Provision
  • Ausfall Risiko
  • Generell Pannenrisiko

→ Zum Anbieter Test für PaulCamper

Tipps zur Buchung

Wohnmobile Online buchen?

Natürlich ist es absurd, ein lokales Angebot, zu dem man ohnehin fahren muss, auch noch online zu buchen. Aber ein Blick auf die in zweierlei Hinsicht mobile Camperbranche legt nahe, dass Kundinnen von der Digitalisierung der WoMo-Vermieter erstmal profitieren. Denn das Online Angebot macht transparent, was die Kostentreiber bei der Miete sind, was andere Anbieter leisten und welche Erfahrungen KundInnen gemacht haben. 

Der Trend geht daher zu mehr Inklusivleistungen, etwa beim Küchenzubehör und zu weniger Zusatzgebühren. Bei den Campervermietern hat sich mit Corona auch schnell eine Umbuchungsrichtlinie durchgesetzt: Bis 48h vor dem Urlaub kann man bei vielen Vermietern kostenfrei umbuchen. Bei Wohnmobilen in Österreich gibt es diese Regelung bisher nur bei Camperea und vereinzelt bei PaulCamper.

Wohnmobil mieten Österreich: Wohnmobil online mieten
So übersichtlich ist die Wohnmobilmiete noch bei wenigen Vermietern. Früher oder später aber werden alle eine vergleichbare Suchmaske haben. Die Buchungsbedingungen werden immer besser vergleichbar. / Screenshot von Camperea, 16.04.2021

Es gibt aber auch Nachteile: Um sichtbar zu bleiben haben Vermieter online hohe Werbekosten. Und auch eine funktionierende und nutzerfreundliche Website kostet Geld. So werden zwar die Mietbedingungen vergleichbar und unlautere Gebühren offensichtlich (und damit oft abgeschafft), gleichzeitig setzen sich aber große Vermieter oft durch. Denn die können “skalieren” und auch von kleineren Margen leben. Erstmal bringt die Digitalisierung aber viele kleine sympathische Vermieter hervor.

Welcher Vermieter kommt überhaupt in Frage?

Nicht alle Vermieter sind überall. Und dann haben sie auch noch ganz unterschiedliche Fahrzeuge im Angebot. Das Formular hilft dir bei der Suche nach dem richtigen Vermieter.

Worauf muss man achten?

Die Punkte, die jetzt dank der Online-Vergleichbarkeit nach und nach verhandelt werden, sollte man auch jetzt schon im Auge behalten und mit in die Überlegungen einbeziehen.

Wohnmobil mieten Österreich: Eine Straßenkarte in einem Wohnmobil
Alle Kilometer frei und eien leere Straße vor der Moorhaube: Weiter, immer weiter?
Abrechnungsmethode: Üblicherweise werden die Wohnmobile am Morgen zurückgebracht, dann für die nächste Vermietung vorbereitet und können am Nachmittag abgeholt werden. Wenn nun nach Tagen abgerechnet wird, verliert man vorne und hinten einen halben, zahlt also einen Tag zusätzlich. Besser ist also, wenn die Nächte bezahlt werden. Es gibt auch noch Modelle mit angefangenen 24h Regelungen und andere Übergabezeiten.
Servicegebühr: Neben dem Grundpreis und der SB Reduzierung der größte Kostenpunkt. Wie hoch die Gebühr ist, ob die Reinigung (innen oder außen) inbegriffen ist und was sonst noch alles davon abgedeckt wird, unterscheidet sich von Vermieter zu Vermieter und der Vergleich lohnt.
Inklusivkilometer: Die Inklusivkilometer erhöhen die Kosten für die Vermietung bei der Versicherung und beim Verschleiß. Es ist also nicht per se schlecht, wenn sie nicht komplett frei sind. Aber die Ersparnis sollte sich auch im Mietpreis abbilden und Zusatzkilometer sollten bezahlbar bleiben.
Selbstbehalt: Bei den österreichischen Wohnmobilvermietern sind 1500 Euro als Selbstbehalt (pro Schaden) gängig. Mit einer Zusatzversicherung lässt sich der SB in der Regel drücken und viele Mieter machen das auch. Wenn der SB also von vornherein niedrig ist, spart das im Gesamtpreis einiges.
Ausstattung: Mittlerweile ist die Küchenausrüstung oft inbegriffen und auch nicht mehr so lieblos zusammengestellt. Bettwäsche muss man in der Regel mitbringen. Neben diesen Basics sollte das Fahrzeug urlaubsbereit ausgestattet sein. Zusätzlich gibt es mitunter WiFi, Spiele, Reiseführer, Campingstühle und Tisch. Manchmal muss man für diese Dinge auch bezahlen.
Stornierungsregeln: Meist bucht man ein Wohnmobil verbindlich. Je näher die Reise kommt, desto größer wird der Anteil des Mietpreises, der bei einer Stornierung als Gebühr einbehalten wird. Das ist für einige Kunden überraschend und ein echter Stänker-Faktor. Auch wegen Corona gibt es daher jetzt häufig flexible Umbuchungsmöglichkeiten. Bei Wohnmobilen in Österreich bisher bei Camperea, Roadsurfer und Indie Campers.
Mindestalter: Für die Wohnmobilmiete muss man oft schon 25 sein. Außerdem gibt es meist eine Klausel dazu, wie lange man den Führerschein schon haben muss. Mitunter wird die Versicherung für JungfahrerInnen teurer.
Mindestmiete: In der Regel muss man das Wohnmobil mindestens 3 oder 4 Tage buchen, in der Hauptsaison auch eine Woche oder noch länger. Oft gibt es auf Nachfrage Ausnahmen, dann muss man aber die Buchungslücken nehmen, die es gibt.
Kreditkarte: Die Kaution, die meist so hoch ist wie der Selbstbehalt, wird in der Regel auf der Kreditkarte geblockt. Und ähnlich wie bei Mietwagen muss man daher für einen ausreichenden Kreditrahmen sorgen, und dafür, dass die Kreditkarter auf den Mieter läuft. Allerdings nutzen nur noch wenige Vermieter die Kreditkartenfalle, um zusätzliche Gebühren zu erheben.

Die saisonale Preisentwicklung

Die von uns vielgelobte Vergleichbarkeit hin oder her. Ganz einfach ist es nicht, das günstigste Wohnmobil für vielleicht auch noch mehrere Terminoptionen zu finden. Die Fahrzeugmodelle unterscheiden sich natürlich. Dann sind die Mietbedingungen nicht einheitlich und gerade Unterschiede bei der Versicherung lassen sich nur schwer beziffern.

Wir haben hier die Miete für ein Teilintegriertes Wohnmobil für eine Woche verglichen und in ein Diagramm gepackt. Dabei ist der Grundpreis, die Servicepauschale und das Küchenzubehör eingerechnet.

Wohnmobil mieten Österreich: Die Preisentwicklung bei den besten Vermietungen
Die Preise ähneln sich. Aber es gibt Unterschiede: Bei Gebetsroither werden die Übergabetage nicht berechnet, bei Fernweh Camper wird morgens abgeholt und abends zurückgegeben, dafür aber auch volle Tage berechnet. Camperea ist vor allem in der Frühsaison am günstigsten.

Wohnmobil mieten mit Kind in Österreich

Das Wohnmobil ist auch für den Familienurlaub eine gute Idee. Gerade mit Kleinkindern gibt es aber ein paar Dinge zu beachten und vor allem anfangs fluchen viele. Alles planen kann man nicht – stattdessen sollte man flexibel bleiben. Viele Erfahrungen muss man ohnehin selbst machen, um sich beim nächsten Mal darauf einstellen zu können.

Das richtige Wohnmobil. Genug Platz um alles verstauen zu können, andererseits nicht so groß, das Fahren Stress bedeutet. Alkovenmobile sind beliebt wegen des festen Bettes, brauchen aber evtl. einen Rausfallschutz.
Gepäck generell: Je mehr inklusive ist, desto weniger muss man packen und bedenken. Genug warme Kleider einpacken aber vor allem daran denken: Weniger ist oft mehr.
Den gewohnten Kindersitz einpacken. Neuere Wohnmobile haben teilweise Isofix. Und im gewohnten Sitz schläft es sich einfach besser.
Die richtige Reisezeit: Es ist günstig, wenn man das Leben mit Kindern nach außen verlagern kann. Denn dann ist nicht nur der Camper wohnraum, sondern auch alles drumherum.
Sonnenschutz: Die meisten modernen Wohnmobile haben eine Markise hinter der Beifahrertür, das ist ein echtes Plus für das Familienleben im Wohnmobil
Reisehelfer: Apps, mit denen man schnell und unkompliziert die Route planen kann und Stellplätze findet: Die ADAC App, die Park4Night App.

Wohnmobil mieten mit Hund in Österreich

Bei den meisten Wohnmobil-Vermietern ist es auf Nachfrage möglich, einen Hund mitzubringen. Meist fällt eine zusätzliche Reinigungsgebühr an.

Wohnmobil mieten Österreich: Wohnmobil mieten mit Hund
Das sagt Camperea zu der Haustierfrage. Bei der Buchung kann man das Haustier als Extra auswählen. Die Gebühr: 50 Euro. / Screenshot von Camperea, 16.04.2021
Camperea: Ja, 50 Euro Gebühr
Gebetsroither: Ja, 40 Euro Gebühr
Fernwehcamper: Auf Anfrage
Roadsurfer: Ja, erhöhte Servicegebühr

Wohnmobil mieten für Paare in Österreich

Die wildromantische Natur und die heimeligen Wohnmobile machen den Urlaub auf Rädern zu einem idealen Format für Paare. Der Zweisamkeit kommt dabei nichts in die Quere. Das muss man natürlich auch können. 

Mit dem Wohnmobil kann man, wenn man die Hauptsaison vermeidet, auch 2021 noch abseits der Touristenmassen schöne Flecken finden und genießen. Welches Wohnmobil für Paare das richtige ist, ist aber ein Stück weit Geschmackssache und hängt einfach von der Art des Urlaubs und den Ansprüchen an den Komfort ab.

Welches ist das richtige Wohnmobil?

Sehr beliebt sind neuerdings die Kastenwagen. Damit ist man kompakt unterwegs, hat aber gleichzeitig noch eine Nasszelle an Bord und auch relativ viel Stauraum. Wir stellen hier die Alternativen kurz vor.

Campingbus

Mit einem Campingbus (auch: Camper oder Campervan) ist man sehr gut zu Rad, wie wir Wohnmobilisten sagen. Also gut, das habe ich eben erfunden, aber es passt doch? Der Hauptvorteil ist der Fahrkomfort und auch beim Einparken und Abstellen sind die kompakten Abmessungen von Vorteil. Dafür hat man keine Nasszelle und muss immer umbauen, zum Kochen, zum Schlafen, zum Essen. Der Klassiker ist der VW T6.1 California, auch mitunter frevlerisch Bulli genannt (der echte ist natürlich der T2).

Wohnmobil mieten Österreich: Ein Campingbus
Ein VW T6.1 California von Roadsurfer. / (c) Roadsurfer

→ Auch für ungeübte Fahrer easy, weniger Bordtechnik, die man kaputt machen kann. Gibt es bei Roadsurfer (hier im Test).

Kastenwagen

Der Kastenwagen ist ein Hybrid zwischen Camper und Wohnmobil. Immer noch recht schnell und beweglich auf der Straße unterwegs, bietet er trotzdem viel Platz und Komfort und hat eine Nasszelle. Die KaWas sind auf jeden Fall mitverantwortlich für den ganzen Camperhype.

Wohnmobil mieten Österreich: Ein Kastenwagen von Indie Campers
Ein Kastenwagen von Indie Campers (mit etwas ungewöhnlicher Aufteilung, siehe das Hochbett). / (c) Indie Campers

→ Kastenwagen sind für einen längeren Trip das Richtige, und wenn es draußen kälter ist. Außerdem für alle, die eine Toilette an Bord haben und trotzdem ein einigermaßen kleines Gefährt steuern wollen, die richtige Wahl. Gibt es bei Roadsurfer, McRent, Indie Campers und vielen kleinen lokalen Anbietern.

Alkoven Wohnmobil

Das Wohnmobil, das unsere Vorstellung von Wohnmobil geprägt hat. Und auch wenn jetzt immer alles “neu gedacht” wird, haben sich die Vorteile mitnichten überlebt. Das Dauerbett im Alkoven (die Schlumpfmütze über der Fahrerkabine) muss man nicht umbauen, man kann die Kinder darin vorzeitig ablegen und man spart Fahrzeuglänge. Nachteile? Im Vergleich mit einem KaWa flattern die Alkovenmobile beim Fahren mehr, der Alkoven kann recht warm werden und alte werden gern undicht. Aber das Problem sollte man beim Mieten nicht haben. CW-Wert wie ne Schrankwand. Ruf den Luftfahrtingenieur deiner Wahl an, wenn Du nicht weißt, was das ist.

Wohnmobil mieten Österreich: Ein Alkoven Wohnmobil
Namensgebend ist die Haube über dem Fahrerhaus. Abgesehen vom Luftwiderstand unwiderstehlich. / (c) Camperea

→ Alkovenmobile sind die erste Wahl für Familien und die klassischen Wohnmobile. Die Vorteile überwiegen, der Nachteil “uncoolness” sagt es eigentlich schon. Gibt es bei den meisten Wohnmobilvermietern, wobei, man muss schon nachfragen.

Teilintegriertes Wohnmobil

Teilintegrierte sind im Moment die beliebtesten Reisemobile. Für mich die logische Entwicklung vom Kastenwagen wieder in Richtung Alkoven. Die Aufteilung ist ähnlich wie beim Alkoven, nur dass selbiger eben fehlt. Die Aerodynamik ist damit stark verbessert, dafür fehlt natürlich das feste Bett. Dieser WoMo-Typ richtet sich deshalb vor allem an Paare.

Wohnmobil mieten Österreich: Ein Teilintegriertes Wohnmobil
Die Dachhaube geht hier ins Führerhaus über. Ein großes Fenster sorgt für viel Licht im Innenraum, macht aber auch gut warm. / (c) Camperea

→ Machen optisch was her, haben noch manövrierfähige Abmessungen und lassen sich auch sonst gut fahren. Gibt es bei fast allen Wohnmobilvermietern.

Vollintegriertes Wohnmobil

Hier gibt es keine separate Fahrerkabine mehr, das Wohnmobil ist vollständig in das Fahrzeug integriert. Oder eben andersherum. Einerseits hat das optische Vor- oder Nachteile (je nach Geschmack), alles ist aus einem Guss. Andererseits hat man auch nochmal etwas Raumgewinn, weil die Fahrerkabine nun etwas breiter ist. Dafür ist diese Bauweise teurer und damit sind es auch die Mietpreise.

Wohnmobil mieten Österreich: Ein Vottintegrierter
Ein nahtloses Design und etwas Raumgewinn sind die Vorteile der Vollinterierten Wohnmobile. Auch die Isolierung der Fahrerkabine ist besser. / (c) Weinsberg

→ Interessant für alle Kaufinteressenten, auch die Spitzenmodelle mit mehr Komfort finden sich in dieser Kategorie. Gibt es selten zu mieten, am ehesten sogar bei PaulCamper und Campanda.

Tipps zur Reise

Was kostet ein Wohnmobil pro Tag?

Die Kosten für einen Urlaub im gemieteten Wohnmobil schrecken manche ab, während andere sich über den vergleichsweise günstigen Urlaub  freuen. Ein Richtwert für die Miete für eine Woche sind etwa 1000 Euro. Darin enthalten ist die Grundmiete für 7 Nächte bzw. 8 Tage und eine Servicegebühr. Zusätzlich kommen noch Kosten für die Reduzierung des Selbstbehaltes, evt. ein Küchenpaket und weitere Extras. Die Kosten für den Urlaub im Überblick:

Anreise
Wohnmobilmiete (Grundpreis)
Serviegebühr
Kosten für Extras
evtl. Parkgebühren für den PKW
Zusatzkosten für die Versicherung
Sprit und Maut
Campingplatz bzw. Stellplätze
Essen und Trinken
Eintritte, Kurse & Aktionen
Mitbringsel & Erinnerungen

→ Der Grundpreis ist bei den Anbietern vergleichbar. Unterschiedlich sind die Abrechnungsmethoden, hier ist besonders Gebetsroither hervorzuheben, denn der An- und Abreisetag wird hier nicht berechnet. Eine Faustregel besagt, dass der Urlaub mit dem gemieteten Wohnmobil ganz grob 130 Euro pro Tag und Person kostet. Günstiger wird es, wenn man mit mehr Personen unterwegs ist.

Packliste für den Urlaub im gemieteten Wohnmobil

Was muss alles mit ins Wohnmobil? Weniger ist auf jeden Fall mitunter mehr. Aber es gibt auch Dinge, die man vermissen wird, wenn man sie nicht einpackt. Diese Liste ist unter keinen Umständen vollständig, kann aber trotzdem hilfreich sein:

Führerschein
Kreditkarte auf die die Buchung läuft
falls nicht anders angegeben: Schlafsack, Kissen und Laken
Stirnlampe
Trinkflasche
Haussocken
Gewürzbox
Schwamm und Spüli (biologisch abbaubar)
Küchenhandtücher
Ein gutes Taschenmesser!
Eine Espressomaschine
Spiele
Bücher, auch Reiseführer der Region
Feuerzeug
Reiseapotheke
Panzerband
Packbeutel/Gepäckboxen
Medizinische Maske, Impfpass
Ohropax, Schlafmaske
Mückenschutz, Sonnenschutzmittel

Häufig gestellte Fragen

Warum sollte man ein Wohnmobil für Österreich mieten?

Österreich ist ein tolles Reiseland mit dem Wohnmobil: Landschaftlich vielseitig, auch die Kultur in West und Ost ist reich und divers. Es gibt also überall etwas zu entdecken. Nachdem der Individualtourismus schon vor Corona an Grenzen gekommen ist, sind Wohnmobile ein Fluchtmittel aus dem Alltag. Und auch wenn das nun alle machen: Wenigstens außerhalb der Hauptsaison findet sich immer ein Platz abseits der Spurrillen.

Wo kann ich überall ein Wohnmobil mieten?

Die meisten Vermieter in Österreich sind an Autohäuser oder Campingbedarfsläden angeschlossen. Es gibt im ganzen Land gute Vermieter. Unsere Karte hilft dabei, einen passenden zu finden.

Was kostet es in Österreich ein Wohnmobil zu mieten?

Die Preise unterscheiden sich je nach Modell, Saison und Vermietung. Ein Richtwert für einen Teilintegrierten in der Nebensaison inklusive aller Nebenkosten sind 120 bis 150 Euro pro Tag.

Ist die Versicherung inklusive?

Ja, bei allen Vermietern im Test ist eine Vollkaskoversicherung inklusive. Das heißt aber nicht, dass sämtliche Schäden währende der Reise abgesichert sind. Vor allem Anbauten wie die Markise sind in der Regel ausgenommen. Außerdem bleibt ein Selbstbehalt, der immer pro Schaden zum Tragen kommt. Der SB lässt sich gegen Aufpreis reduzieren. JungfahrerInnen müssen das teilweise sogar verpflichtend machen.

Wann ist die beste Reisezeit für Österreich mit dem Reisemobil?

Österreich ist das ganze Jahr über ein attraktives Reiseziel. Die beste Reisezeit sagt dabei mehr über die Reisenden aus, als über das Ziel. Wintercamping ist allerdings nur mit wenigen Vermietern möglich, viele bieten die Fahrzeuge nur von April bis Oktober an.

Wie viele Personen passen in ein Wohnmobil?

Alle die dürfen, könnte man während Corona sagen. Es kommt natürlich darauf an: In einen Campingbus passen 2 bis 4, in den Kastenwagen 2 bis 3, in den Alkoven bis 6, in den Teilintegrierten 2 bis 3 und in den Vollintegrierten 2 bis 5, grob gesagt.

Gibt es ein Mindestalter, um einen Wohnmobil zu mieten?

In den meisten Fällen schon, es schwankt zwischen 21 und 25 Jahren. Im Vergleich mit Campervermietungen muss man für das Wohnmobil oft noch etwas älter sein. Außerdem kann es sein, dass Zusatzkosten bei der Versicherung für JungfahrerInnen entstehen.
5/5 - (2 votes)
Luca Brück

Luca ist ein Tee trinkender Surfrabauke aus dem Schwarzwald. Seine Brötchen, den Tee und die Surfboards verdient er als Journalist und Blogger. Aktuell lebt und schreibt Luca in Oldenburg.

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